Praktisch alle von 14. Juni 2010 bis 20. März 2016 geschlossenen Immobilien­kredit­verträge sind fehler­haft. Das hat der Europäische Gerichts­hof entschieden. Gut für betroffene Kredit­kunden: Sie können solche Verträge auch heute noch widerrufen. Das spart immer Tausende und im Einzel­fall auch schon mal 100 000 Euro. Die Zinsen heute sind viel güns­tiger als noch vor Jahren. Finanztest erklärt, wie der Widerruf funk­tioniert und bietet Muster­texte für die wichtigsten Fälle.*

Informationen über das Widerrufs­recht

Lesen Sie zum Thema unbe­dingt die ausführ­lichen Informationen im Finanztest-Special Immobilienkredite: So kommen Sie aus teuren Kreditverträgen raus. Wenn Sie den Widerruf über­eilt erklären und nicht das Geld haben, um die zum Zeit­punkt des Widerrufs noch offene Rest­schuld auszugleichen, kann die Bank Ihr Haus oder Ihre Wohnung zwangs­versteigern lassen.

Widerrufs­recht für Altverträge erloschen

Beachten Sie: Das Widerrufs­recht für bis 10. Juni 2010 geschlossene Immobilien­kredit­verträge ist erloschen. So hatte es der Bundes­tag beschlossen. Viele ab 21. März 2016 geschlossene Kredit­verträge sind ebenfalls fehler­haft. Sie können aber nur inner­halb von einem Jahr und zwei Wochen widerrufen werden, sofern nicht die Information über das Widerrufs­recht voll­ständig fehlt.

*Diese Muster­briefe bietet test.de seit Juni 2014 an und hat sie wegen Änderungen der Recht­sprechung oder der gesetzlichen Rege­lungen mehr­fach aktualisiert, zuletzt am 26.05.2020.

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