Missklang

Die Absatzzahlen der Phonoindustrie sinken. Musikpiraten müssen derzeit verstärkt mit juristischer Verfolgung rechnen.

  • Abgenommen. Deutsche Plattenfirmen haben 2003 im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent weniger eingenommen, melden die Phonoverbände. Die Ursachen lägen in „kostenlosen Musikkopien und illegalen Internetangeboten“.
  • Angestiegen. Seit 2000 hat sich die Zahl der jährlich aus dem Netz geladenen Songs von 316 Millionen auf 600 Millionen Stück fast verdoppelt. Vergangenes Jahr wurden 325 Millionen CD-Rohlinge mit Musik bespielt, aber nur 134 Millionen Musikalben verkauft.
  • Angeboten. Tauschbörsen wie Kazaa gelten als rechtlich problematische Quellen für Musik. Auf solche Plattformen stellen Privat­leu­te Songs zum Download. Damit machen sie das Angebot öffentlich und sich möglicherweise strafbar.
  • Angeklagt. Immer mehr Mu­sik­piraten, die im großen Stil Musik anbieten, werden juristisch verfolgt. Im Sommer musste sich ein 57-jähriger Stuttgarter zur Zahlung von 10 000 Euro verpflichten. Er hatte ganze 2000 Musiktitel illegal in einer Tauschbörse angeboten.
  • Abgeworben. Musikshops wie iTunes und Co. sollen beweisen, dass Musik legal und kostenpflichtig übers Internet „vertrieben“ werden kann. Wie sie angenom­men werden, bleibt abzuwarten.

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