Laut­stärke: Was auf die Ohren

Kein Gesetz. Beim Arbeits­schutz gelten in Deutsch­land klare gesetzliche Regeln: Ab 85 Dezibel Laut­stärke müssen Mitarbeiter einen Gehör­schutz tragen. Wie laut Kopf­hörer sein dürfen, legt eine Norm fest. In Frank­reich ist sie Gesetz, bei uns allerdings nicht. An dem Urteil „Schutz vor Gehörschäden“ erkennen Sie, welche Spieler im Test bei hoher Laut­stärke einen Schall­druck­pegel von 100 Dezibel über­schreiten können und lauter als ein Press­luft­hammer in unmittel­barer Nähe sind. Die EU-Kommis­sion macht sich dafür stark, dass die maximale Laut­stärke von MP3-Spielern in Zukunft begrenzt wird.

Gefahr von Hörschäden. Wer regel­mäßig so laute Musik hört, schadet seinem Gehör. Immer mehr 16- bis 20-Jährige haben schon jetzt Hörschäden. Da die Symptome oft erst nach Jahren auftreten, wird das Problem unter­schätzt. Wenn Sie Musik hören und beim Sprechen Ihre eigene Stimme nicht mehr hören, dann hören Sie zu laut.

Laute Umge­bung. Verkehrs­lärm oder Umge­bungs­geräusche in öffent­lichen Verkehrs­mitteln führen oft dazu, dass die Laut­stärke hoch­gedreht wird, damit trotz der Neben­geräusche mit dem gleichen Klang­eindruck beziehungs­weise einem vergleich­baren Geräusch­abstand weitergehört werden kann.

Leiser hören. Zwei Musik- und Video­spieler bieten die Funk­tion „Noise-cancelling“ an. Die soll Umge­bungs­geräusche mindern. Im Test haben das Philips GoGear Muse und Sony NWZ-A845.

Spezial­kopf­hörer. Unter den Bezeichnungen Noise-Guard oder Noise-Reduction werden auch Spezial­kopf­hörer mit dieser Funk­tion angeboten. Allerdings funk­tioniert das nur bei gleich­mäßigen Ge­räuschen, wie sie meist in der Bahn oder im Flugzeug auftreten.

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