Legal oder Illegal

Legale Gratis-Programme zum Brennen, Rippen, Aufnehmen und Austauschen von Audio- und Video-Dateien gibts als Freeware in Computerzeitschriften, im Internet oder gleich beim Kauf zum Betriebssystem dazu. Kein Wunder, dass sie viele Computerbesitzer auch benutzen. Doch nicht jede Anwendung ist legal. test.de sagt, was sie dürfen und was nicht.

Verboten

  • Kopierschutz. Sie dürfen keine Programme verwenden, die den Kopierschutz umgehen.
  • P2P-Netzwerke. Über Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P) wie Kazaa dürfen Sie nur Dateien zur Verfügung stellen und herunterladen, an denen Sie selbst die Rechte haben oder die frei zur Verfügung stehen. Beispiel: Eine noch unbekannte Band kann völlig legal ihre eigenen Lieder über ein P2P-Netzwerk verbreiten. Wenn Sie urheberrechtlich geschützte Musik-CDs oder Video-DVDs komprimieren und anderen den Zugang über ein P2P-Netzwerk erlauben, handeln Sie jedoch illegal. Das Gleiche gilt auch, wenn Sie solche Dateien herunterladen.

Erlaubt

  • Privatkopien. Sie dürfen Privatkopien anfertigen für das Autoradio, den MP3-Player, den MD-Rekorder oder etwa Ihre HiFi-Anlage im Partykeller. Als Kopien gelten gebrannte CD-Roms ebenso wie komprimierte Audio-Dateien in MP3-Format auf einer Festplatte. Nach Meinung mancher Juristen dürfen Sie auch für Verwandte und Bekannte Kopien machen. Für jeden Fall gilt aber: Es ist verboten, dabei den Kopierschutz zu umgehen.
  • i-tunes. Apples Software i-tunes unterscheidet in der Regel nicht zwischen Musik-CDs mit und ohne Kopierschutz. Das Programm importiert und kopiert fast jede CD mit Copy-Control. Da i-Tunes legale Software ist, dürfen Sie sie ohne Einschränkungen verwenden.
  • Verleihen. Nach der weniger strengen Auslegung des Gesetzes ist ebenfalls erlaubt: Eigene CDs an Verwandte und Bekannte verleihen, damit die sich Kopien machen können. Dabei ist es nicht Ihr Problem, wenn Ihre Verwandten und Bekannten ohne Ihr Wissen den Kopierschutz umgehen.
  • Analog. Was nach wie vor erlaubt ist: Digitale Dateien analog zu kopieren. Das bedeutet: Sie nehmen ihre gekaufte Musik-CD oder Film-DVD auf Audio- oder Video-Kassette auf. Der analoge Weg funktioniert aber auch über den Computer: Sie legen zum Beispiel eine Audio-CD in ihren Rechner und starten ein Aufnahmeprogramm. Die Software greift sich somit analoge Daten von der Soundkarte ab, um sie dann wiederum in digitale Daten umzuwandeln. Dieser Weg ist legal - auch bei kopiergeschützten CDs.
  • Sampler. Auch für selbst zusammengestellte Sampler oder etwa Mitschnitte aus dem Radio und Fernsehen gilt: Völlig legal für die private Verwendung und die Verbreitung, wenn nicht irgendein Kopierschutz umgangen wird.

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