Musik und Filme aus dem Internet Test

Wer Musik auf Computern oder MP3-Playern hört, muss die Dateien irgendwo herkriegen. Musikfans rippen ihr CD-Archiv oder kaufen die fertigen MP3s gleich im Internet. An Angeboten herrscht im Internet kein Mangel, virtuelle Plattenläden gibts genügend. Probleme damit aber auch: Download-Fehler, Kopier-Sperren, Hotline-Versagen nerven so manchen Surfer. Dafür langen manche Musikportale noch beim Preis ordentlich zu. So kann ein einziger Titel bis zu 1,89 Euro kosten. Stiftung Warentest hat bei 12 deutschen Musikportalen eingekauft.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Musikdownload

Suchen

Wie ein traditioneller Plattenladen hat auch ein Musikportal nicht jeden Titel im Angebot. Die Tester probierten auf jedem Portal ein Pool von 100 Titeln mit dem Schwerpunkt Rock/Pop aus. Die meisten Treffer landeten die Tester bei iTunes. Kein Wunder: Laut Anbieterangaben besteht die Sammlung aus 1 800 000 Titeln. Beim Testsieger Musicload stehen nur zirka 585 000 Songs zum Download bereit. Doch auch hier gabs viele Treffer beim Repertoirecheck. Vorteil bei Musicload: Hat ein Surfer seinen Wunschtitel gefunden, kann er bei Musicload einen Ausschnitt probehören. Bei iTunes geht selbst das Suchen nur, wenn der Nutzer das Programm herunterlädt.

Bezahlen

Wie viel ein Titel kostet, ist sehr unterschiedlich. Los gehts bei 99 Cent, im ungünstigsten Fall zahlt der Surfer 1,89 Euro. Auch der Preis für ganze Alben schwankt stark. Musicload hat schon Alben für 7,95 Euro im Angebot. Kontor fängt erst bei 12,49 Euro an. Bezahlen müssen Kunden Einzeltitel oder auch Alben dann etwa per Firstgate, Mastercard, American Express, Visa, Lastschrift oder Handy. Die Auswahl an Bezahlwegen ist in der Regel groß.

Herunterladen

Beim Download der Dateien hatten die Tester bei bestimmten Anbietern immer wieder Probleme. So schlug etwa die Anmeldung fehl oder die Seite wurde nicht geladen. Die Portale auf den ersten drei Plätzen, Musicload, AOL, iTunes, meistern den Download gut bis sehr gut. Wer Hilfe bei Problemen braucht, steht oft allein da. Sechs Portale haben noch nicht mal eine Hotline. Das gab in Puncto „Telefonservice“ ein Mangelhaft.

Abspielen

Die Portale würden den Nutzern viel Ärger ersparen, wenn sie im Vorab umfassend informierten. Doch in dieser Hinsicht bieten sie oft viel zu wenig. Beispiel: Hat ein Fan seinen Wunschtitel gefunden, ihn bezahlt und heruntergeladen, wartet möglicherweise noch eine böse Überraschung auf ihn. Bestimmte Dateiformate wie etwa AAC (iTunes) oder Atrac (Sony) spielen manche Software und viele Player nicht ab. Entsprechende Infos - prominent platziert - würden solch unnötige Frusterlebnisse vermeiden.

Download von Filmen

Stiftung Warentest hat auch den Download von Filmen untersucht, das so genannte Video on Demand. Die Ergebnisse zu den Anbietern Arcor, one4movie und T-Online-Vision wie auch den vollständigen Test „Musik aus dem Internet“ finden Sie in komplett+interaktiv.

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