Was ist aptX und wer braucht WiFi-Direct? Unser Glossar gibt Antwort. Wer nicht nur CDs auf der alten Stereo­anlage hört, begegnet beim Musikhören vielen tech­nischen Begriffen und Anschluss­möglich­keiten. Wir erklären die wichtigsten:

5.1: 5-Kanal-Surround-Sound für Heim­kino und Musik. Dafür benötigen Sie in der Regel fünf kabel­gebundene Laut­sprecherboxen und eine separate Bass­box mit einge­bautem Verstärker (Subwoofer). Die fünf kabel­gebundenen Satelliten-Laut­sprecher erhalten das verstärkte Signal vom AV-Receiver. Der Subwoofer gibt nur Bässe wieder. Er verstärkt sich sein Signal allein – mit dem einge­bauten Verstärker.

7.2: 7-Kanal-Surround-Sound für Heim­kino und Musik. Dafür benötigen Sie sieben kabel­gebundene Laut­sprecherboxen und ein oder zwei separate Bass­boxen mit einge­bautem Verstärker (Subwoofer). Die sieben kabel­gebundenen Satelliten-Laut­sprecher erhalten das verstärkte Signal vom AV-Receiver. Ein oder zwei Subwoofer geben die Bässe wieder. Sie verstärken ihr Signal allein – mit dem in der Box einge­bauten Verstärker.

Airplay: Apples Schnitt­stelle zur kabellosen Über­tragung von Inhalten von iOS- und MacOS-Geräten auf Airplay-fähige Laut­sprecher, Stereo­systeme und Fernseher. Tech­nisch ist Airplay ein Streaming-Protokoll, das vom US-amerikanischen Hersteller Apple entwickelt wurde und von anderen Herstel­lern für den Einbau in Empfangs­geräte lizenziert werden kann. Die Hersteller der Empfangs­geräte zahlen Lizenz­gebühren dafür. Achten Sie auf Airplay-Fähig­keit, wenn Sie Apple-Geräte verwenden möchten.

Analog­anschluss: Meist Cinch-Buchsen zum Anschluss von analogen Audiogeräten wie CD-Spieler, Tonband oder Kassette.

Android Cast: Stan­dard für Android-Geräte vom Smartphone bis zum Tablet. Über­trägt den Bild­schirm­inhalt oder Ton via WLan an andere Geräte.

aptX: Ein Audio­stan­dard, der die Über­tragung hoch­wertiger Musik­signale über Bluetooth (Funk) ermöglichen soll. aptX verspricht Musik in CD-Qualität. Dafür müssen beide Geräte – Sender und Empfänger – mit aptX ausgestattet sein. Der Codec komprimiert die Audio­daten für die Über­tragung und bewahrt dabei die Klangqualität. Für einen guten Klang ist aptX aber nicht zwingend nötig.

Bluetooth: Funk­verbindung für kurze Stre­cken, etwa zur Über­tragung von Musik vom Smartphone direkt zum AV-Receiver (Test Bluetooth-Empfänger).

Component-Eingang: Besonders hoch­wertiger analoger Anschluss zur Über­tragung von Fernseh- und Video­signalen. Benötigen Sie nur für ältere analoge Video­geräte. Anschluss in Form von drei Cinch-Buchsen oder einer Mini-DIN-Buchse.

Composite: Analoger Anschluss zur Über­tragung von Fernseh- und Video­signalen. Benötigen Sie nur für ältere analoge Video­geräte. Anschluss in Form von einer Cinch-Buchse oder einer Scart-Buchse. Der Composite-Anschluss über­trägt ein zusammengesetztes Video­signal aus Farb-, Helligkeits- und Synchronisations­informationen (FBAS).

D/A-Wandler: Wandelt digitale in analoge Signale. Mit dieser Funk­tion können beispiels­weise WLan-Konnektoren digitale Tonsignale an analoge Stereo­anlagen ausgeben.

DAB+: Digital­radio zum Empfang über Antenne. Die Abkür­zung steht für „Digital Audio Broad­casting“, das „+“ kenn­zeichnet den derzeit aktuellen DAB-Funk­stan­dard (Test Digitalradios).

Digital-optischer Ein-/Ausgang: Zur Über­tragung digi­taler Signale via Licht­leiter (meist Toslink-Anschluss).

Digital-elektrischer Ein-/Ausgang: Zur Über­tragung digi­taler Signale über Cinch-Stecker.

DLNA: Ein herstel­ler­über­greifender Stan­dard für netz­werk­fähige Geräte. Soll dafür sorgen, dass sich Computer, Tablets, WLan-Empfänger, Receiver und Smartphones verschiedener Hersteller im Heimnetz­werk Medien­inhalte streamen können. Die Abkür­zung steht für Digital Living Network Alliance.

Einmess­automatik: Ein Einmess­programm und ein Mikrofon pegeln den AV-Receiver auto­matisch für Raum­klang ein. Funk­tioniert selten perfekt, vor allem in halligen Räumen stößt die Auto­matik an ihre Grenzen. Lässt sich aber durch manuelle Korrekturen optimieren.

Equalizer: Ein elektronischer Filter zur Klang­beein­flussung. Regelt nicht nur Höhen und Tiefen, sondern viele verschiedene Frequenzen. Das eng­lische „equalise“ bedeutet angleichen.

Google Cast: Kommunikations­stan­dard für Android-Geräte vom Smartphone bis zum Tablet. Streamt Internet­inhalte etwa von Musik- oder Video­streaming­diensten auf kompatible Geräte.

HDMI-Eingang: Der moderne Stan­dard­anschluss zur Über­tragung von digitalen Bild- und Tonsignalen. Der HDMI-Eingang dient zur Einspeisung von Video­signalen in den AV-Receiver. Beispiels­weise vom Blu-ray- oder DVD-Spieler. Das Kürzel HDMI steht für „High Definition Multimedia Inter­face“.

HDMI-Ausgang: Der moderne Stan­dard­anschluss zur Über­tragung von digitalen Bild- und Tonsignalen. Etwa zur Über­gabe von Bild und Ton vom AV-Receiver an den Fernseher oder an einen Beamer. Der AV-Receiver über­trägt über den HDMI-Ausgang auch sein Bild­schirmmenü, damit der Fernseher es anzeigen kann. Das Kürzel HDMI steht für „High Definition Multimedia Inter­face“.

HDMI-ARC: HDMI-Verbindung, bei der Audio­signale in beide Richtungen fließen können. Wichtig, damit Audio­signale vom Fernseher an den AV-Receiver geleitet werden können.

IR-Out: Ausgang, der es ermöglicht per Kabel­verbindung ein Fernbedienungs­signal von einem Gerät zu einem anderen Gerät zu über­tragen. So lässt sich zum Beispiel ein Verstärker auch über die Bedien­app oder Fernbedienung eines ange­schlossenen Netz­werk­spielers ein- und ausschalten. IR steht für Infrarot.

Internet­radio: Digital­radio via Internet­verbindung. So lassen sich tausende Radio­sender aus der ganzen Welt abrufen, etwa sortiert nach Genres abrufen.

Lan: Netz­werk­verbindung via Lan-Kabel (“Local Area Network”).

Multiroom per Kabel: Zwei Verstärkerkanäle des AV-Recei­vers beschallen, als Stereo­kanäle konfiguriert, einen zweiten Raum unabhängig vom Haupt­raum. Dazu müssen allerdings Laut­sprecher­kabel vom AV-Receiver bis in den zweiten Raum gezogen werden.

Multiroom per WLan: Drahtloser Multiroom­betrieb per App. Die Software des Anbieters streamt Musik via WLan durchs Heimnetz­werk in andere Räume. Das setzt passende WLan-Laut­sprecher voraus. Sie müssen vom selben Anbieter stammen, da es keinen herstel­ler­über­greifenden Stan­dard für die Multiroom-Über­tragung gibt (Multiroom im Detail).

Musik-Streaming: Verwenden wir als Ober­begriff für alle Formen von Musik aus dem Netz­werk: von der heimischen Netz­werk­fest­platte, von einer Fest­platte, vom USB-Stick oder vom Streamingdienst aus dem Internet.

Nas: Netz­werk­speicher, der zum Beispiel per Lan-Kabel am Router ange­schlossen ist, so dass alle Geräte im Netz­werk auf die darauf gespeicherten Daten zugreifen können. Nas steht für Network Attached Storage.

NFC: Near Field Communication, erleichtert den Verbindungs­aufbau zwischen netz­werk­fähigen Geräten. Die Kopp­lung erfolgt durch „Aneinander­halten“, nicht mehr durch Eingabe von Pass­wort und IP-Adresse.

Phono-Eingang: Meist Cinch-Buchsen zum Anschluss von analogen Platten­spielern zur Wieder­gabe von Vinylschall­platten.

Sound­programme: Im Gerät hinterlegte Profile zur Klang­beein­flussung auf Knopf­druck, bzw. Menü­befehl. Programme wie „Kellerclub“, „Kirche“ oder „Konzert­halle“ schaffen entsprechende Klang­eindrücke.

Subwoofer: Separate Bass­box, meist mit einge­bautem Verstärker. Gibt nur tiefe Töne wieder. Wichtig, wenn die übrigen Laut­sprecher Bässe nicht angemessen wiedergeben können.

UKW: Ultra­kurz­welle, das gute alte analoge Radio, lässt sich über Antenne empfangen. In guter Empfangs­lage reicht dafür eine Wurf­antenne. Das ist nur ein Draht, der an die Antennen­buchse des Recei­vers ange­schlossen wird.

USB: Stan­dard­anschluss “Universal Serial Bus” zur Über­tragung digi­taler Daten. Beispiels­weise von Musik von einer Fest­platte oder einem USB-Stick an den AV-Receiver.

WiFi-Direct: Direkte Über­tragung des WLan-Signals vom Smartphone an den Receiver, Netz­werk­spieler oder WLan-Laut­sprecher– ohne den Umweg über den Router. Ermöglicht so WLan-Verbindungen auch außer­halb des Heimnetz­werkes zum Beispiel unterwegs.

WLan: Drahtlose Netz­werk­verbindung “Wireless Local Area Network”. Reich­weite je nach Gebäude­konstruktion und Ausrichtung der WLan-Antennen etwa 30 bis 150 Meter.

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