Musik digitalisieren

Digitale Wandlung: Wie aus analog digital wird

Musik digitalisieren Testergebnisse für 8 Digitalisieren von Audio 2010

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Analoge Signale sind kontinuierlich und können zwischen einem Mindest- und einem Höchstwert stufenlos jeden beliebigen Wert einnehmen. Dabei repräsentiert beispielsweise auf einer Schallplatte die Form der Rillen analog die Form der Schallwellen eines Musikstücks. Beim Abtasten durch die Tonabnehmernadel wird diese Rillenform – meist mit Magneten – in einen kontinuierlichen elektrischen Spannungsverlauf umgewandelt. Diese schwingende Spannung wird dann im Lautsprecher wiederum analog in Schwingungen der Lautsprechermembran umgesetzt, die ihrerseits die Luft in Schwingungen versetzt und so Schall erzeugt. Ein Nachteil analoger Signale ist ihre hohe Störempfindlichkeit: Störendes Rauschen überdeckt das Nutzsignal umso stärker, je größer die Übertragungsstrecke dieser analogen Signale ist und je häufiger sie kopiert werden.

Digitale Signale bestehen aus Zahlenwerten. Ihr Vorteil: Sie sind viel weniger rauschanfällig als Analogsignale. So kann man sie ohne Qualitätsverlust beliebig häufig kopieren und über große Strecken übertragen. Außerdem braucht man Digitalsignale, um Musik und Sprache am Rechner zu archivieren und zu bearbeiten.

Zum Digitalisieren eines analogen Audiosignals, zum Beispiel von einem Mikrofon oder einem Plattenspieler, wird es in festen Zeitabständen abgetastet. Die Werte, die diesen Zeitpunkten zugeordnet sind, werden dann in ein Werteraster eingepasst. Die Klang­qualität der so gewonnenen Audiodatei hängt dabei zum einen von der zeitlichen Auflösung ab, mit der das Analogsignal abgetastet wird. Diese Ab­tast­rate oder Sampling-Frequenz wird in Kilohertz (kHz) angegeben. Zum anderen ist wichtig, wie fein das Werteraster ist, in das die Amplitude des Analogsignals übertragen wird. Diese sogenannte Wortbreite wird in Bit gemessen. Je höher beide Werte sind, desto besser klingt das Ergebnis. Eine Audio-CD speichert Audiodaten mit einer Abtastrate von 44,1 Kilohertz und einer Wortbreite von 16 Bit. Es stehen also für jede Sekunde Spielzeit 44 100 Amplitudenwerte bereit, die jeweils einen von 65 536 (zwei hoch 16) Werten einnehmen können. In der professionellen Studiotechnik wird mit höheren Wortbreiten und Abtast­raten gearbeitet.

Im Internet und auf tragbaren Musikspielern werden Audiodateien meist in komprimierter Form gespeichert (siehe Glossar). In der Regel kommen verlustbehaftete Kompressionsverfahren zum Einsatz. Wichtig für die Klangqualität ist hierbei auch die Datenrate. Je höher sie gewählt wird, desto mehr Speicher braucht die Datei und desto besser klingt es. Die meisten Hörer können ab einer Datenrate von 192 Kilobit pro Sekunde MP3-­Dateien nicht mehr von einer Audio-CD unterschieden. AAC- und WMA-Dateien brauchen bei gleicher Qualität weniger Speicherplatz als MP3.

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6 Kommentare Diskutieren Sie mit

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djmcm am 09.05.2018 um 16:04 Uhr
Anbieter-Test

Können Sie bitte folgenden Anbieter testen: https://www.kassetten-digitalisieren.de/

dadokta am 05.03.2016 um 10:07 Uhr
housetune, warte seit 5 Monaten

ich muss mich den vorangegangenen Kommentaren leider anschließen! Die Wartezeit beträgt bei uns mittlerweile über 5 Monate. Auf Nachfragen hatte ich bisher anscheinend jedoch Glück - zumindest einmal meldete sich housetune bei mir mit einer Entschuldigung, dass sich die Bearbeitung verzögert. Das war vor 3 Monaten. Seitdem wurde auf Mails einfach nicht mehr reagiert.
Anscheinend kann ich ja aber noch hoffen... Empfehlen kann ich housetune somit aber nicht!

bettsi am 18.01.2016 um 12:55 Uhr
Warte seit Juni 2015

Ich habe im Juni 2015 ein altes Tonband aus Kindertagen zu housetune geschickt, bis heute habe ich kein Päckchen bekommen. Unzählige Telefonate, ohne jemanden zu erreichen, viele e-mails ohne eine Antwort zu bekommen.
Ich befürchte, mein Tonband/CD wird hier nie auftauchen.
Mein Fehler war vermutlich, dass ich es ohne Einschreiben geschickt habe!
So habe ich keinen Nachweis, dass ich tatsächlich etwas dorthin versendet habe?

chrisfhh am 03.01.2016 um 10:34 Uhr
Housetune

Ich kann die Erfahrungen so nur bestätigen. Die Bearbeitungszeit ist momentan ca. 3 Monate. Darauf kann man sich ja einstellen. Aber das bei Rückfragen den Auftrag betreffend keine Kommunikation stattfindet, ist meiner Meinung nach nicht akzeptabel. Gerade, als ich den Kontakt per Einschreiben aufnehmen wollte, kam die Platte.
Die technische Qualität ist gut, spezielle Formatwünsche werden berücksichtigt.
Formale Kleinigkeiten, wie z.B. keine IBAN auf der Rechnung, mein Name falsch geschrieben und ein Rechnungsdatum über drei Wochen vor dem realen Lieferdatum, machen das Ganze meiner Meinung nach zu einem unschönen Erlebnis.

Nemaya am 11.09.2015 um 13:37 Uhr
Miserabler Service bei Housetune

Ich kann mich nur anschließen.
Über 3 Monate (!) keinerlei Reaktion von Housetune auf meine Anfragen per Mail, niemand telefonisch erreichbar;
Gerade als ich meine Schallplatten endgültig verloren glaubte, kam das Paket.
Meiner Meinung nach ein untragbarer Service! Nicht empfehlenswert!