Musik-Streaming-Dienste im Vergleich Playlist statt Mixtape? Eine App rockt richtig

32
Musik-Streaming-Dienste im Vergleich - Playlist statt Mixtape? Eine App rockt richtig
Der richtige Sound für unterwegs. Dank Musik-Streaming-Diensten über eine App sind die Lieblings­songs über­all verfügbar. © Photocase / REHvolution.de

Neun Musik-Streaming-Dienste im Vergleich: Unser Test zeigt große Unterschiede beim Funk­tions­umfang und im Klein­gedruckten. Es gibt einen klaren Testsieger.

Musik-Streaming-Dienste im Vergleich Alle Testergebnisse für Musik-Streaming-Apps

Inhalt

Die Stiftung Warentest hat die Android- und iPhone-Apps von neun Streaming-Anbietern geprüft. Die Preise für ein Einzel­konto liegen zwischen 7,99 und 14,99 Euro im Monat. Alle geprüften Dienste bieten Zugriff auf viele Millionen Musik­titel. Doch beim Funk­tions­umfang offen­bart der Test erhebliche Unterschiede – etwa was das Verwalten von Playlisten, die Einstell­möglich­keiten oder den Austausch mit anderen Nutzern angeht. Und mit Familien­konten lässt sich teil­weise ordentlich sparen. Vor dem Abschluss eines Streaming-Abos also lieber erst unseren Vergleich nutzen!

Tipp: Sie interes­sieren sich für Netflix, Amazon Prime Video und Co? Wir haben auch Videostreaming-Dienste getestet.

Warum sich unser Vergleich von Musik-Streaming-Diensten für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Die Stiftung Warentest prüfte die Apps von 9 Anbietern, darunter Deezer, Spotify und Youtube Music – und zwar jeweils die iOS- und die Android-Variante. 2 der 18 Apps schneiden sehr gut ab, 6 schaffen nur ein Ausreichend.
  • Die besten Musik-Streaming-Dienste für Sie. Lesen Sie, womit der Testsieger punktet – und welche Dienste auch Familien­konten mit Kinder­profilen anbieten.
  • Umwelt-Tipps. Musik­streaming verursacht CO2-Emissionen: schlecht für das Klima. Ein Experte erklärt, wie Sie die Emissionen verringern können.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten können Sie den aktuellen Testbe­richt aus test 10/2022 herunter­laden, außerdem die Vorgänger­unter­suchung aus test 9/2016. An den dort beschriebenen Zuständen hat sich seitdem wenig geändert: Noch immer erhalten Künst­lerinnen und Künstler meist nur einen geringen Anteil an den Streaming-Einnahmen.

Musik-Streaming-Dienste im Vergleich Alle Testergebnisse für Musik-Streaming-Apps

Familien­konten mit Spar­potenzial

Acht der neun Streaming-Dienste bieten neben Einzel- auch Familien­konten für bis zu sechs Personen an. Die kosten dann zwischen 14,99 und 24,99 Euro. Damit bergen sie ein ordentliches Spar­potenzial. Oft lassen sich damit zudem spezielle Kinder­profile einrichten oder gemein­same Familien-Playlisten erstellen.

Tipp: Schon vor dem Frei­schalten können Sie Inhalte aus der Tabelle sehen – beispiels­weise einige Infos zu Konto­modellen und Preisen der getesteten Musik-Streaming-Dienste.

Vom Installieren bis zur Playlist-Verwaltung

Der Test beant­wortet eine Menge Fragen. Dafür haben die Prüfer die Musik-Streaming-Apps genau unter die Lupe genommen: Welche Möglich­keiten bieten die Apps?Das dürften alle möglichen Nutzer und Nutze­rinnen wissen wollen. Um dies heraus­zubekommen, installierten die Tester die Apps, richteten Nutzer­konten ein und prüften, wie bequem sich Musik bei Spotify, Deezer & Co suchen und abspielen lässt. Relevant war auch, wie gut Nutzer und Nutze­rinnen Playlists verwalten und teilen können – und wie flexibel sie sich mit Familien­mitgliedern oder anderen Nutzern austauschen können. Vier Anbieter bieten zudem kostenlose Basis-Versionen ihrer Bezah­langebote. Diese haben einen deutlich abge­speckten Funk­tions­umfang und enthalten Werbung.

Sie haben genug vom Sound aus dem Hand­ylaut­sprecher? Besser klingt‘s mit guten Kopf­hörern oder externen Boxen. Hier geht es zu unseren Tests von Bluetooth-Kopfhörern und WLan-Lautsprechern.

Mängel in den AGB

Bei der Nutzung einer jeden App fallen Daten an. Einige davon gehen den Anbieter gar nichts an, etwa detaillierte tech­nische Informationen zum verwendeten Handy, die manche Apps unnötiger­weise senden – wie die Experten der Stiftung Warentest im Vergleich fest­stellen mussten. Ebenfalls uner­wünscht sind Mängel im Klein­gedruckten. Fast alle Anbieter im Test haben jedoch deutliche Mängel in ihren Daten­schutz­erklärungen, etliche auch in ihren Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB). Anders sieht es beim Testsieger aus: Er punktet nicht nur mit üppiger Funk­tions­vielfalt, sondern auch mit mängelfreien AGB.

Musik-Streaming-Dienste im Vergleich Alle Testergebnisse für Musik-Streaming-Apps

32

Mehr zum Thema

  • Illegale Streaming­dienste Oft hohe Folge­kosten bei Popcorn Time und Co

    - Die neueste Staffel von Stranger Things, die letzte Staffel von Game of Thrones – bei solchen Ankündigungen geraten Fans von Fernseh­serien in Verzückung. Viele beliebte...

  • Medien­konsum Musik­streaming mit Videos schadet der Umwelt

    - Rund 59 Prozent der Internetnutzer in Deutsch­land hören laut einer Bitkom-Umfrage gelegentlich Musik, indem sie Videos auf Youtube oder ähnlichen Platt­formen streamen....

  • Musik hören zu Hause So gestalten Sie Ihr Sound-Netz­werk

    - CD und Schall­platte war gestern. Heute kommt Musik vom Streamingdienst, von der Netzwerkfestplatte, vom Smartphone. Es gibt verschiedene Wege, sie von dort zum Gehör zu...

32 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

joedampf am 24.09.2022 um 00:31 Uhr
Titel des Tests passt nicht

Sie hätten Ihren Test besser mit „Streamingdienste für Smartphones“ benennen sollen, denn die Beurteilungskriterien und Prüfmethoden lassen die Nutzung in Verbindung mit HiFi- Anlagen im Heimbereich außen vor.
Es gibt eine Menge Nutzer, die Streaming mittlerweile als Alternative zum Kauf von CD´s oder LP´s nutzen, insbesondere auch wegen des zunehmenden Angebots an HighResolution- Files.
Zu behaupten, es bestünde dabei kein hörbarer Klangunterschied, mag vielleicht noch bei Wiedergabe über das Smartphone stimmen, aber nicht mehr bei einer guten Anlage oder Kopfhörern, die nicht übe Daten reduzierende drahtlose Verbindungen gekoppelt sind.
Ist Ihnen eigentlich klar, dass Sie damit den Trend unterstützen, sich mit immer weniger Klangqualität zu begnügen?
Die CD bedeutete schon eine Reduzierung der Information, die MP3 eine weitere. Die Klangqualität im Rundfunk wurde bei UKW durch Kompression und Optimod deutlich schlechter, DAB verschlimmbessert es noch.
Das wäre ein Thema!

Werner.Simon1 am 22.09.2022 um 18:36 Uhr
Toller Tipp

Danke für den App Vorschlag, definitv mal einen Blick wert.

jonnybiberach am 22.09.2022 um 15:28 Uhr
Hörqualität

Der Test hat m. E. den Mangel, dass die Hörqualität wie HiFi oder FLAC nicht mit einbezogen wurde. Gestreamte Spotify-Songs hören sich auf einer hochwertigen Anlage an, als kämen diese aus dem Blecheimer. Das gilt auch beim Hören mit Kopfhörer. Und die können noch so hochwertig sein. Es bringt nichts. Echt grausam. Kein Vergleich zu Tidal, das in Topqualtität gestreamt wird und ich anstelle von Spotify nutze.

Ex-Kd am 22.09.2022 um 10:59 Uhr
So haben wir getestet

In "So haben wir getestet" finde ich leider keine Informationen, wieviele Prüfer tätig waren und welche Musik-Streaming-Dienste die Prüfer in ihrem privaten Umfeld hauptsächlich benutzen.
Können Sie dies bitte ergänzen?

wkoehler2002 am 22.09.2022 um 10:54 Uhr
Streaming Klassischer Musik

Schade, dass klassische Musik keine Erwähnung fand. Ich bin Abonnent von "Idagio" und finde das Angebot großartig.