Musik-CDs Meldung

„Viele Zeitschriften erklären detailliert, wie man Kopierschutz knackt. Berichtet ‘Auto, Motor und Sport’, wie man am besten die Wegfahrsperre eines Autos überwindet?“ Gerd Gebhardt, Chef der deutschen Phonoverbände, sieht die Schuld am sinkenden Verkauf von Musik-CDs bei CD-Rekordern und -Brennern. Doch sein Vergleich hinkt: Für den privaten Gebrauch ist das Kopieren einer CD erlaubt – egal, ob sie kopiergeschützt ist oder nicht. Vielmehr verstoßen alle Kopierschutz-Spielarten gegen die technischen Standards der Audio-CD.

Weltweit fiel 2001 der Umsatz der Musikindustrie um fünf Prozent, in Deutschland gar um zehn. Gleichzeitig wurden laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im vergangenen Jahr mehr CD-Rohlinge (182 Millionen) als bespielte CDs verkauft (173 Millionen).

Branchenkenner sehen andere Ursachen für den Absatzschwund. Die wichtigste: Der Preis der Musik-CDs stimmt nicht. 18 bis 20 Euro für Neuerscheinungen mit oft nur drei bis vier attraktiven Titeln sind zu viel. Die größte Zielgruppe, die Jugendlichen, gibt ihr Geld lieber für etwas anderes aus. In Frankreich und Großbritannien stiegen 2001 die Umsätze. Dort sanken die Plattenpreise.

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