Mund­spülungen

So haben wir getestet

Mund­spülungen

  • Testergebnisse für 20 Mund­spü­lungen 02/2021
  • Testergebnisse für 5 Mund­spüllösungen 01/2018
Inhalt

Im Test: 20 häufig verkaufte Mund­spülungen – 13 Mund­spüllösungen sowie 7 Mund­wässer. Insgesamt 3 Produkte sind zertifizierte Naturkosmetik. Einge­kauft haben wir die Produkte im Juli 2020. Die Preise ermittelten wir durch eine Anbieterbefragung im November und Dezember 2020.

Zahnmedizi­nische Beur­teilung

Zwei Fachleute beur­teilten, ob die Produkte Karies, Plaque und/oder Gingivitis vorbeugen. Dafür zogen sie Mess­werte potenziell wirk­samer Inhalts­stoffe, Anbieter­angaben und die Deklaration auf der Verpackung heran. Die Bewertung erfolgte auf Grund­lage aktueller wissenschaftlicher Erkennt­nisse, nach Empfehlungen von Fachgesell­schaften und auf Basis von wissenschaftlicher Literatur. Zudem berück­sichtigten die Fachleute Dokumente, die die Anbieter zur Verfügung gestellt haben.

Karies­prophylaxe durch Fluorid: 35 %

Ist Fluorid in ausreichender Menge in Mund­spülungen enthalten, beugt es Karies vor und fördert die Härtung des Zahn­schmelzes. Bei der Beur­teilung der Karies­prophylaxe durch Fluorid berück­sichtigten die Experten somit die ermittelten Konzentrationen, die Art der Fluoride sowie den pH-Wert und zudem, ob weitere unterstützende Wirk­substanzen vorhanden waren.

Folgende Methoden setzten wir ein:

  • Fluorid: mittels GC-FID in Anlehnung an Methode K 84.06.01–2(EG) der ASU.
  • pH-Wert: mittels pH-Elektrode.

Vorbeugung gegen Plaque, Gingivitis: 35 %

Antimikrobiell wirk­same Bestand­teile in Mund­spülungen können der Entstehung von Plaque und Zahn­fleisch­entzündungen vorbeugen. Wir bestimmten die Konzentrationen von Alkoholen, Cetylpyridinium­chlorid und Zink, sofern in der Inhalts­stoff­liste genannt.

Folgende Methoden setzten wir ein:

  • Alkohole: mittels GC-FID.
  • Cetylpyridinium­chlorid: mittels LC-UV in Anlehnung an Methode K 84.00–22 der ASU.
  • Zink: mittels ICP-MS in Anlehnung an Methode Din EN ISO 17294–2 nach Mikrowellen­aufschluss gemäß Methode K 84.00–29 der ASU.

Nutzerfreundlich­keit der Verpackung: 10 %

Fünf Experten bewerteten die Hand­lich­keit der Verpackungen, wie gut sie sich öffnen und schließen lassen und wie einfach die Flüssig­keiten zu dosieren sind. Wir prüften, ob eine Kinder­sicherung vorhanden ist und ob Entsorgungs­hinweise genannt werden. Anhand von mindestens drei Packungen je Produkt bestimmten wir zudem die Inhalts­menge und den Füllungs­grad. Ein Experte prüfte außerdem, ob es sich um Mogel­packungen handelt. Wir erfassten auch, ob es eine Originalitäts­sicherung gibt.

Deklaration und Werbeaussagen: 20 %

Ein Experte prüfte die Werbeaussagen und ob die Kenn­zeichnung der EU-Kosmetik- und Fertigpackungs­ver­ordnung entspricht. Außerdem beur­teilten drei Experten die Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit der Angaben. Zusätzlich prüften wir, ob zu den Werbeaussagen passende Wirk­stoffe in der Inhalts­stoff­liste aufgeführt sind, die dafür sorgen, dass die Produkte eine Wirkung haben, die über die normale Zahn­pflege hinaus­geht, und ob diese wissenschaftlich belegt ist.

Folgende Methode setzten wir ein:

  • Deklarations­pflichtige Duft­stoffe: mittels GC-MS in Anlehnung an Methode DIN EN 16274.

Mund­spülungen

  • Testergebnisse für 20 Mund­spü­lungen 02/2021
  • Testergebnisse für 5 Mund­spüllösungen 01/2018

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: Lautete das Ergebnis in den Prüf­punkten Karies­prophylaxe durch Fluorid oder Vorbeugung gegen Plaque, Gingivitis ausreichend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine Note besser sein. Hieß die Note für Deklaration und Werbeaussagen ausreichend, werteten wir das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note ab. Lautete die Note mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Mund­spülungen

  • Testergebnisse für 20 Mund­spü­lungen 02/2021
  • Testergebnisse für 5 Mund­spüllösungen 01/2018

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92 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Profilbild Stiftung_Warentest am 18.10.2021 um 15:05 Uhr
Alkohol in Mundspülungen

@JonathanFink: In unserer Tabelle finden Sie zu allen untersuchten Mundspülungen die Angabe ob Alkohol enthalten ist und wenn ja, dann auch wie viel enthalten ist. Und zwar unter: „Ausgewählte Merkmale“ in der Zeile „Alkohol/Gehalt (%)“.
Wir werteten alkoholhaltige Mundspülungen ab, weil uns die Warnhinweise auf der Verpackung für Schwangere, Kinder und Alkoholabhängige nicht ausreichen.

JonathanFink am 16.10.2021 um 21:00 Uhr
Alkohol in Mundspüllösungen sind sinnvoll?

Laut diesem Nature paper: https://www.nature.com/articles/sj.bdj.2009.1014
gibt es wissenschaftliche Indizien dafür, dass Alkohol in Mundspüllungen keinen Vorteil haben und es gibt indizien dafür, dass der Alkohol die Mundflora stört sowie Krebserregend ist. Warum wurden diese Bedenken adressiert oder gar Alkohol als Risikoinhaltsstoff aufgeführt, welcher das TEstergebniss verringert. Alkohol nützt nach meinen Informationen nicht zur Verringerung von plague, gengivits etc.
Zumindest wäre die Benennung mit /ohne Alkohol in der Auflistung hier sinnvoll gewesen.
Eine Aufschlüsselung von Inhaltsstoffen, wie z.B. von Codecheck auf deren bedenklichkeit würde ich befürworten

Libellenblau am 10.10.2021 um 12:52 Uhr
Für Vegetarier/Veganer ungeeignet: Elkos Denta Max

Die elkos DentaMax Zahnfleischpflege Mundspülung (Herstellers Maxim Markenprodukte) enthält Bestandteile tierischen Ursprungs und ist somit nicht vegetarisch und nicht vegan.
Diese schriftliche Auskunft erhielt ich von Edeka.

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.06.2021 um 15:51 Uhr
Zinnfluorid, Alkohol

@manfred.manni: Zinn(II)-fluorid in Mundspüllösungen und Zahnpasten ist eine anorganisch-chemische Verbindung. Es handelt sich um ein Salz aus Zinn und Fluor, dessen Verwendung in Mundpflegeprodukten nach EU-Kosmetikverordnung als sicher gilt. Zinnfluorid wirkt antibakteriell und remineralisierend. Es wird zur Kariesprophylaxe eingesetzt, soll Zahnfleischbluten vorbeugen und durch die Remineralisierung für die Härtung des Zahnschmelzes sorgen.
Alkohol in Mundspülungen aus der Drogerie oder dem Supermarkt bekämpft Bakterien und wird als Lösemittel für ätherische Öle benötigt. Die natürliche Mundflora nimmt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keinen Schaden. (tk/bp)

manfred.manni am 19.06.2021 um 19:58 Uhr
Hochgiftiger Inhaltsstoff

einige enthalten ZINN nicht Zink, z.B. meridol...es wurde nicht geprüft, ob die guten Speichelbakterien durch Alkohol mitzerstört werden