Multimedia-Projektor von Norma Schnelltest

Norma wirbt mit einem Multimedia Media Projektor für 599 Euro. Eine Digitalkamera gibt es gratis dazu. Ein günstiges Angebot für Technikbegeisterte ohne allzu hohe Ansprüche, zeigt der Schnelltest.

Von Poster bis Kinoformat

Digitalfotos als Diashow an der Wohnzimmerwand, Spielfilme im Kinoformat oder Internetseiten zum Zugucken für alle: ein Multimedia-Projektor machts möglich. Der Sony Projektor von Norma wirft alle Bilder an die Wand. Am besten auf eine Leinwand. Vom Computersignal bis zum Fernsehprogramm. Von Postergröße (Bilddiagonale 1 Meter) bis Riesenformat (Bilddiagonale 7,5 Meter). Der Multimedia-Projektor akzeptiert beispielsweise Signale von Computern, Camcordern oder DVD-Spielern. Voraussetzung: ein VGA-Anschluss oder ein Adapterkabel von Videokomponente auf VGA. Scart-Verbindungen kennt der Sony Multimedia Projektor nicht. Auch ein digitaler Eingang wie DVI oder HDMI fehlt.

Passabel im Bild

Alles in allem liefert der Sony Projektor aber recht ansehnliche Bilder. Vor allem die Helligkeit überzeugt. Bei der Wiedergabe von Fotos kann sich der Sony mit anderen - deutlich teureren - Projektoren messen. Die Bilder sind scharf. Wer nah rangeht, sieht allerdings einen so genannten Fliegengittereffekt: feine schwarze Linien zwischen den einzelnen Bildpunkten. Mit Filmen kommt der Sony noch gut zurecht. Gesichter gerieten im Test etwas gelblich. Rote Farbtöne kommen zu schwach. Insgesamt ist das Bild aber noch gut. Was dem Gerät fehlt, ist ein HDMI-Eingang für hochwertige Bild- und Fernsehsignale. Für den DVD-Spieler gibt es beim Sony Projektor nur einen Komponenten-Videoeingang. Das dafür nötige Adapterkabel fehlt allerdings.

Für Monoliten zu laut

Fürs Heimkino ist der Sony Projektor nur bedingt geeignet. Das Gerät unterlegt die Filmvorführung mit einem satten Lüftergeräusch. Vor allem im High-Modus, wenn die Projektorlampe am hellsten strahlt. Die Messgeräte registrierten jetzt eine Lüfterlautstärke von 46 dB(A). Einfach ausgedrückt: Das nervt. Im Standardmodus, wenn die Projektionslampe nicht ganz so hell strahlt, ist der Lüfter gerade noch erträglich. Fazit: Für knallige Actionsfilme ist der Sony noch ok, für atmosphärische Stimmung à la 2001: Odyssee im Weltall ist das Gerät dagegen kaum zu gebrauchen. Im Grunde ist der Sony Projektor eher ein Accessoire für den Computer.

Nur mit Kurzanleitung

Auch in puncto Bedienung ist der Projektor nicht reif für den Oscar. Der Zoom ist schwergängig, die Fernbedienung klein und im Dunkeln kaum zu erkennen. Die Tasten sind unbeleuchtet. Wer im Wohnzimmerkino Regie führen will, muss die Fernbedienung also blind beherrschen. Ein langer Weg dahin, der steinig beginnt: Die komplette Bedienungsanleitung zum Multimedia Projektor gibt es nur auf CD. Im Karton selbst liegt nur eine Kurzanleitung mit den wichtigsten Schritten. Das ist leider gängige Praxis - nicht nur bei Sony. Wer den Multimedia Projektor sicher bedienen will, muss zunächst seinen Computer bemühen. Das Drucken der Anleitung kostet Tinte oder Toner, Arbeitszeit, Papier und Geld.

Digitalkamera gratis

Besonderheit beim Angebot von Norma: Wer den Sony Multimedia-Projektor bei Sony registrieren lässt, bekommt von Sony eine Digitalkamera gratis. Die Firma registriert Namen, E-Mail-Adresse und Wohnort des Kunden. Als Dankeschön liefert Sony eine Cyber-Shot DSC-S500. Diese Digitalkamera hat 6 Megapixel und kostet regulär etwa 100 Euro. Die Stiftung Warentest hatte das Model vor zwei Jahren im Test. Qualitätsurteil: Befriedigend, Note 3,1. Eine einfache Kamera für geduldige Fotografen. Nachteil: lange Auslöseverzögerung, mäßige Empfindlichkeit und deutliches Bildrauschen. Kaum manuelle Einstellmöglichkeiten. Vorteil: Die Kamera funktioniert auch mit normalen Batterien. Fazit: Kein Goldstück, als Dreingabe aber durchaus annehmbar.

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