Multimedia-Player von Aldi-Nord Schnelltest

Aktuell bei Aldi-Nord: Design Multimedia-Player mit Touchscreen Medion Life P61004 (MD 82288)für 44,99 Euro.

Unterwegs Musik hören sowie Fotos und Filme anschauen: Das verspricht der Multimedia-Player, den Aldi-Nord seit Donnerstag für 44,99 Euro anbietet. test.de hatte ihn im Schnelltest und sagt, was er wie gut kann.

Überdurchschnittlich guter Ton

Bei der Musikwiedergabe als wichtigster Funktion leistet sich der Aldi-Player keine hörbare Schwäche. Bei Anschluss hochwertiger Kopfhörer oder Lautsprecher ist der Klang so gut, wie er beim Abspielen von MP3- oder ähnlich komprimierten Audio-Dateien nur sein kann. Auch die mitgelieferten Ohrhörer, die Medion vollmundig als „Premium Precision“ bezeichnet, sind überdurchschnittlich gut und besser als das Zubehör zu manchem teuren Marken-Gerät. Klar allerdings auch: Gute Hifi-Kopfhörer klingen noch mal deutlich besser. Außerdem hängt der Klang der Aldi-Ohrhörer sehr von der Position im Ohr ab und kann ausgesprochen dürftig ausfallen, wenn Ohr und Hörer nicht zusammenpassen.

Zu viel Spannung

Bei der maximal möglichen Lautstärke liefert der Medion-Player aus dem Aldi-Angebot Maßarbeit ab: Er schafft 99 Dezibel. 100 sind die nach Norm zulässige Höchstgrenze. Drüber drohen auf Dauer Gehörschäden. Allerdings: Mit anderen Kopfhörern hält der Aldi-Player die 100 Dezibel-Grenze unter Umständen nicht ein. Grund: Er liefert am Kopfhörerausgang bis zu 162 Millivolt Spannung ab. Das ist zu viel. Zulässig sind höchstens 150 Millivolt. Im Vergleichstest mit Qualitätsurteil hieße das bei der Stiftung Warentest: Abwertung. Besser als „ausreichend“ kann ein Player mit zu hoher Ausgangsspannung nicht sein.

Geduldsprobe beim Schnelltest

Da wird der Schnelltest zur Geduldsprobe: Stolze 62 Stunden hielt der Aldi-Player mit einer Akkuladung unter idealen Bedingungen durch. Das liegt deutlich über den versprochenen 45 Stunden und dem, was die meisten anderen Abspielgeräte schaffen. Dafür dauert das Aufladen auch länger als angekündigt. Erst nach vier statt zwei Stunden ist der Lithium-Ionen-Akku wieder voll. Zu beachten: Nötig ist dazu ein Computer oder Notebook mit USB-Buchse - oder eine Universal-Netzteil mit USB-Ausgang, wie es für Preise um fünf Euro als Zubehör zu haben ist.

Kleine Tasten

Etwas Mühe macht die Bedienung. Vor allem Menschen mit dicken Fingern müssen ziemlich genau zielen, um die kleinen Tasten am Rand des Gehäuses zu treffen. Trotz Touchscreen gehts auch nicht ganz ohne. Das Ein- und Ausschalten sowie die Lautstärkeregelung funktioniert nur über Tasten und ist nicht per Bildschirm steuerbar. Der Touchscreen reagiert zuverlässig und unproblematisch, aber nur auf Druck. Gesten wie Wischen und Fingerspreizen versteht er nicht. Da spielen schicke und teure Geräte wie die größeren von Apple in einer anderen Liga. Nichts desto trotz: Menüstruktur und Navigations-Möglichkeiten sind stimmig und leicht lernbar.

Wenig Bildpunkte

Die Anzeige auch großer Bilddateien funktioniert problemlos. Allerdings: Das Display hat nur 320 x 240 Bildpunkte. Da sind Schärfe und Detailreichtum natürliche Grenzen gesetzt. Bilder wirken unscharf und etwas flau. Zudem ist der Blickwinkel ohne weiteren Kontrastverlust sehr eng. Für die Anzeige von Portraits der Liebsten und Erinnerungsphotos reichts geradeso aus. Mehr ist nicht drin. Auch von Filmen sind nur gut 75 000 Bildpunkte und damit ziemlich wenige zu sehen. Zum Vergleich: Schon einfache Flachbildfernseher liefern eine Million und hochwertige Geräte über zwei Millionen Bildpunkte. Außerdem kann der Player Filmdateien erst nach Konvertieren mit der mitgelieferten Software abspielen. Die Wiedergabe ruckelt zuweilen, und das Verhältnis von Bildhöhe zu -breite stimmt nicht.

Im Vergleichstest: Musik- und Videospieler

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