Einhell Varrito. Oszilliert kraft­voll, der Akku­komfort kostet aber extra.

Manche Multis arbeiten schnell und präzise. Andere vibrieren unangenehm stark. Ihre Akkus halten sehr unterschiedlich durch. Das hat unsere Schweizer Part­ner­organisation K-Tipp heraus­gefunden.

Multitools versprechen viel

Multi­funk­tions­werk­zeuge versprechen eine Lösung für viele Probleme. Mit einigen 10 000 Schwingungen pro Minute vibrieren sie hin und her. Auf ihre Motoren werden je nach Anwendung eine Stichsäge, eine Trenn­scheibe oder eine Platt­form mit Schleif­papier aufgesteckt. Andere Aufsätze schneiden in verwinkelten Ecken, kratzen Fliesenfugen aus oder schaben Bodenbeläge ab. Die Schweizer Tester von K-Tipp haben untersucht, welche Geräte etwas taugen.

Manche Multi­funk­tions­werk­zeuge können es

Die besten Multis sägen präzise und schleifen kraft­voll. Gleich­auf vorn liegen Einhell Varrito (ab etwa 70 Euro), Ryobi Akku-Multitool 18V (ab 80 Euro) und Bosch Advanced Multi 18 (ab 90 Euro). Dem kleinen Einhell TE-MG 12 für 50 Euro dagegen fehlte es an Kraft. Die Preise verstehen sich ohne Akku. Ein Akku kostet je nach Kapazität noch einmal 40 bis 70 Euro.

Akkus mit sehr unterschiedlicher Performance

Die Geräte im Test entleerten ihre Akkus unter Belastung unterschiedlich schnell. Der Einhell Varrito hielt 51 Minuten durch, der Ryobi nur 17 Minuten. Dafür war der Ryobi Schnellster beim Schleifen und sein Akku am schnellsten wieder aufgeladen. Bei vielen Firmen können die Akkus in einer Werk­zeugfamilie genutzt werden. Der Kauf ist dann nur einmal nötig. Wer keine Akkufamilie gründen will: Ein kabel­gebundenes Gerät kostet in etwa so viel wie ein Akku-Gerät ohne Akku (Akku-Tipps der Stiftung Warentest).

Die Vibes gehen unter die Haut

Test­verlierer Stanley Fatmax war sehr laut. Und seine Vibrationen ließen schon nach kurzen Arbeits­phasen die Hand kribbeln. Top war bei Vibrationen und Geräusch das Modell Akku-Multitalent AFMT 12 QSL der Marke Fein. Es ist mit etwa 210 Euro inklusive Akku aber teuer, und der Akku hält nur 23 Minuten.

Tipp: Probieren Sie im Laden aus, mit welchen Steck­verbindungen der Werk­zeugwechsel leicht fällt. Und schalten Sie das Gerät ein: Ist das Geräusch auf Dauer auszuhalten, wie wirken die Vibrationen auf die Hand?

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