Wenn die Kinder noch klein sind, haben Mütter und Väter weniger Zeit für Erwerbs­arbeit. Damit eine Jobpause wegen Kinder­erziehung sich nicht allzu negativ auf die spätere Rente auswirkt, gibt es für einen Eltern­teil einen Ausgleich. Hier lesen Sie alles, was Sie über die Mütterrente wissen sollten.

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Erziehung von Kindern bringt mehr Rente

Zeiten der Kinder­erziehung zahlen sich also im ­Alter aus. Ein Jahr Erziehungs­zeit zählt für die Rente stets so viel wie ein Jahr Arbeit mit Durch­schnitts­verdienst. Dies sind derzeit 40 551 Euro im Jahr (gut 3 379 Euro im Monat). Dafür gibt es einen Entgelt­punkt. Die Zahl der Entgelt­punkte entscheidet über die Höhe der Rente.

Mütterrente – das Wichtigste in Kürze

Anspruch. Eltern, die Kinder erzogen haben oder erziehen, bekommen für die Rente Kinder­erziehungs­zeiten ange­rechnet. Weil in der Regel die Mütter den über­wiegenden Teil der Erziehung des Kindes in den ersten Lebens­jahren über­nehmen, profitieren meistens sie davon. Dies gilt sowohl für Mütter, die schon im Ruhe­stand sind als auch solche, die noch im Job oder arbeitslos sind.

Höhe. Wie hoch die Renten­anwart­schaft für Kinder­erziehung ist, hängt vom Geburts­datum des Kindes ab. Für Kinder, die 1992 oder später auf die Welt gekommen sind, bekommt ein Eltern­teil drei Jahre Kinder­erziehungs­zeit für die Rente gutgeschrieben. Für vor 1992 geborene Kinder beträgt die ange­rechnete Kinder­erziehungs­zeit zwei Jahre und sechs Monate. In dieser Zeit wird die Mutter so gestellt, als ob sie durch­schnitt­lich verdient und entsprechende Renten­ansprüche erworben hat.

Mütter mit und ohne Job. Sie müssen einen Antrag bei der Deutschen Renten­versicherung stellen, damit ihnen Kinder­erziehungs­zeiten gutgeschrieben werden – unabhängig davon, ob sie derzeit arbeiten oder keinen Job haben. Den Antrag dafür gibt es im bei der Deutschen Rentenversicherung.

Mütter im Ruhe­stand. Sie brauchen nichts zu tun, wenn bereits zwei Jahre Kinder­erziehungs­zeit für vor 1992 geborene Kinder gutgeschrieben sind. Seit 2019 gibt es den Aufschlag für die zusätzlichen sechs Monate Erziehungs­zeit.

Plus bei vor 1992 geborenen Kindern

Für Geburten ab 1992 bekommen Frauen – wie bisher – drei Entgelt­punkte. Wurden die Kinder vor 1992 geboren, gibt es seit 2019 nun 2,5 Entgelt­punkte statt wie bisher 2. Diese Änderung bringt mehr Geld: In den alten Bundes­ländern gibt es pro Kind rund 16,50 Euro mehr Rente, in den neuen rund 16 Euro. Unterm Strich heißt das: Im Westen erhält eine Frau nun rund 83 Euro Rente pro ­Monat für ein Kind, im Osten rund 80 Euro. Für zwei Kinder sind es dann schon 166 Euro im Westen und 160 Euro im Osten.

Auch für heutige Rentne­rinnen

Dies gilt nicht nur für diejenigen, die seit Januar 2019 neu in Rente gegangen sind, sondern für alle Mütter, die vorher schon im Ruhe­stand waren. Die Mütterrenten steigen mit den jähr­lichen Renten­anpassungen im Juli.

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Mütterrente – möglich auch für Väter

Erziehungs­zeiten bekommt jeweils nur ein Eltern­teil ange­rechnet – dasjenige, das sich über­wiegend um das Kind kümmert. Über­nehmen Vater und Mutter gemein­sam diese Aufgabe, erwirbt in der Regel die Mutter den Anspruch. Deshalb heißt das Rentenplus auch Mütterrente. Soll es dem Vater ange­rechnet werden, müssen Eltern dies gemein­sam gegen­über der Renten­versicherung erklären. Rein recht­lich können auch Väter vom Renten­zuschlag für Kinder­erziehung profitieren. Doch in der Praxis haben nur die wenigsten Erziehungs­zeiten vorzuweisen: Gerade einmal 1,4 Prozent der derzeit insgesamt 9,2 Millionen Renten, die mit Erziehungs­zeiten aufgepeppt sind, fließen an Männer und 98,6 Prozent an Frauen.

Wann Erziehung die Rente steigert

Meist bekommen Eltern diese Renten­punkte zusätzlich zu Punkten aus einem sozial­versicherungs­pflichtigen Job – allerdings nur, solange ihr Verdienst nicht zu hoch ist. Denn Versicherte können maximal gut zwei Entgelt­punkte pro Jahr erhalten. Diese Einkommens­grenze für die maximale Punkt­zahl liegt 2020 bei monatlich 6 900 Euro im Westen und 6 450Euro im Osten. Fachleute sprechen von der Beitrags­bemessungs­grenze. Ab einem monatlichen Verdienst in Höhe der jeweils geltenden Beitrags­bemessungs­grenze bringt Kinder­erziehung nichts für die Rente. Von einem so hohen Verdienst sind die meisten Mütter in den ersten Jahren nach ­Geburt eines Kindes jedoch weit entfernt.

Mit Teil­zeitjob in die Rentenfalle

In Deutsch­land arbeiten viele Frauen auch nach der höchs­tens dreijäh­rigen Erziehungs­zeit weniger als vor der Geburt, denn sie wollen Zeit für Familie und Haushalt haben. Doch ein Teil­zeitjob zieht Einbußen bei der Rente nach sich. Gerade bei Müttern zeigt sich, dass die Rente ein Abbild des Erwerbs­lebens ist. Je mehr Jahre Voll­zeitberuf mit gutem Verdienst eine Arbeitnehmerin bis zum regulären Renten­alter schafft, desto mehr Geld bekommt sie in ihrem Ruhe­stand. Lücken in der Berufs­tätig­keit führen zu Rentenlü­cken.

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