"Die D-Mark geht als Währung. Als Sammlermünze ist sie stark im Kommen", sagt Guy Franquinet, Münzhändler und Mitglied im Vorstand des Berufsverbands des deutschen Münzfachhandels. Schon heute zahlen Sammler für bestimmte Fünfmarkstücke von 1958 zwischen 2.500 und 3.000 Mark.

Ob ein Pfennig, Groschen oder Markstück wertvoll ist, hängt vom Zustand der Münze ab, ihrem Jahrgang, vom Ort, an dem sie geprägt und der Menge, in der sie aufgelegt wurde. Die Herstellungsorte ­ sie werden auch Münzstätten genannt ­ sind jeweils durch einen Buchstaben auf einem Geldstück angegeben. Es gibt fünf Prägeanstalten in Deutschland ­ in Berlin (A), München (D), Stuttgart (F), Karlsruhe (G) und Hamburg (J). Das Fünfmarkstück von 1958 ist nur dann besonders wertvoll, wenn es ein "J" trägt.

Von Bedeutung ist außerdem der Zustand eines Geldsstücks: Sammler unterscheiden zwischen den Abstufungen "schön", "sehr schön", "vorzüglich" und "Stempelglanz". "Schöne" Münzen können durchaus Gebrauchsspuren aufweisen. "Sehr schöne" Münzen müssen sich in einem besseren Zustand befinden, können allerdings ein wenig verkratzt sein. "Vorzügliche" Geldstücke weisen nur noch allerfeinste Kratzer auf, wie sie allenfalls in der Herstellung durch das Aufeinanderfallen der Münzen entstehen. Ein Geldstück im Zustand "Stempelglanz" hat überhaupt keinen Kratzer mehr. Das Fünfmarkstück von 1958 ist "sehr schön" 2.500 bis 3.000 Mark wert. Im "vorzüglichen" Zustand beträgt sein Wert bereits 4.500 Mark, mit "Stempelglanz" gar über 10.000 Mark.

Wer ein entsprechendes Geldstück findet, sollte sich für den Verkauf an einen Münzhändler wenden. Darüber hinaus nutzen Sammler heute zunehmend das Internet für ihre Zwecke. Gute Adressen, unter denen Münzen gehandelt werden: http://www.ebay.de (Kategorie Münzen) und http://de.auctions.yahoo.com/de (Kategorie Kunst & Sammeln).

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