Müll vermeiden Bienenwachs­tücher sind keine Lösung

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Müll vermeiden - Bienenwachs­tücher sind keine Lösung
Wachs­tücher. Nicht uneinge­schränkt für Lebens­mittel zu empfehlen. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Eine Salatschüssel abdecken, ein Butterbrot einwickeln, – viele Umwelt­bewusste nutzen neuerdings Bienenwachs­tücher statt Frisch­haltefolie. Die Tücher sind aus Baumwolle, die mit Bienenwachs und oft noch Jojobaöl imprägniert werden. Sie liegen zum Beispiel in den Regalen von Drogerien und Supermärkten. Das Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) gibt zu bedenken, dass die Imprägnier­hilfen auf Speisen übergehen könnten. Jojobaöl habe nichts in Lebens­mitteln zu suchen und solle nicht für die Tücher verwendet werden. Bienenwachs ist zwar als Zusatz­stoff erlaubt, doch gerade fettige Speisen können viel davon aufnehmen. Kritisch ist das, wenn das Wachs schad­stoff­belastet ist. Auch Keime können zum Problem werden: Mit der Zeit können sich auf dem Tuch Bakterien ansiedeln, laut BfR entfernt lauwarmes Spül­wasser diese nicht zuver­lässig.

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hinnerk47 am 30.10.2021 um 10:10 Uhr
Bienenwachstücher

Um Brot zu verpacken nehme ich Papiertüten, die ich dann in eine Brotdose lege. Die Dose gibt es schon seit 20 Jahren. Zur Zeit überlege ich, ob man nicht Leinentücher zur Abdeckung von Schüsseln usw. nehmen kann. Die können gewaschen werden und halten ewig. So hat es meine Großmutter auch gemacht, und dann die Schüssel in die Speisekammer gestellt. Einen Kühlschrank gab es nicht. Das mit dem Bienenwachs und Zusatzstoffen ist mir unsympathisch, da ich der Industrie gegenüber skeptisch bin.
Ich werde berichten, ob es geklappt hat.-

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.02.2020 um 15:16 Uhr
Bienenwachs­tücher

@WrappyDK: Bitte beachten Sie auch unsere unten stehenden Kommentare zur Veröffentlichung. (cr)

WrappyDK am 01.02.2020 um 16:57 Uhr
Leider irreführend und enttäuschend (#2)

Wenn Stiftung Warentest den Verbraucher beraten möchte wäre es sinnvoll die Verwendung von Farben in Tüchern zu beachten.
Leider gibt es auch Tücher im Markt, die mit Sicherheit Farben verwenden, die nicht für Lebensmittelkontakt geeignet sind (eine GOTS zertifizierte Farbe ist nicht automatisch für Lebensmittelkontakt geeignet)
Insgesamt finden wir diesen Artikel und die „Fakten“ nicht nur fragwürdig, sondern auch irreführend. Ganz ehrlich gesagt, das hätten wir von einem seriösen Spieler wie Stiftung Warentest nicht erwartet.
Mit freundlichen Grüßen Wrappy Dänemark (www.wrappyworld.com)

WrappyDK am 01.02.2020 um 16:53 Uhr
Leider irreführend und enttäuschend

In diesem Fall wind wir der Meinung, dass Stiftung Warentest leider auf einer falschen Spur geraten ist. Unserer Meinung nach ist dieser Artikel keine Hilfe für die Endverbraucher. Schade ist es auch, dass der Autor eine so irreführende Überschrift verwendet
Weltweit haben keine andere dieses Problem erfunden. Dazu wird im Artikel auch ein Foto vom Marktleiter Wrappy verwendet. Dänisches Wrappy ist für Lebensmittelkontakt von einem offiziellen EU-Testinstitut völlig getestet worden. Alle Ingredienzen sind nicht nur nachhaltig, sondern auch 100% sicher für Lebensmittelkontakt in den EU.
Wrappy Bienenwachstücher sind gerade eine echt großartige Alternative für Frischhalte- und Alufolie. Dazu verlängert das Verwenden von Wrappy die Lebenszeit von Lebensmittel und trägt zu weniger Lebensmittelverschwendung bei.
Jojobaöl ist zwar schmackhaft, macht aber als Lebensmittel macht wenig Sinn da es unverdaulich ist. Jojoba Öl wird aber für z.B. Kaugummi und Lippenbalsam verwendet. Jojobaöl i

beeskin am 26.01.2020 um 19:52 Uhr
Bienenwachstücher sind besser als Plastikfolie

Als Produzent von Bienenwachstüchern sind wir von der geringen wissenschaftlichen Tiefe der Ausführungen in Kombination mit dem finalem Urteil in der Überschrift enttäuscht. Ist die Alternative Frischhaltefolie besser? Unsere ganze Antwort lesen Sie hier: https://beeskin.com/2020/01/26/kritik-an-bienenwachstuchern/