So haben wir getestet

Im Test: 21 Mittel gegen Mücken (Hautrepellents), 6 Mücken­armbänder.

Einkauf: September/Oktober 2013 (Repellents). Februar/April 2014 (Armbänder).

Preise: Anbieterbefragung im April 2014.

Abwertungen

Das test-Qualitäts­urteil kann nicht besser sein als die Wirk­samkeit gegen Mücken. Bei mangelhafter Deklaration kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Wenn Entnehmen und Auftragen mangelhaft sind, dann kann die Hand­habung nur eine halbe Note (0,5) besser sein.

Mücken­schutz: 50 %

In einem klimatisierten, geschlossenen Raum wurden bei einer Temperatur von 25 °C ± 2 °C und 70 % ± 5 % relativer Luft­feuchte je nach Mücken­art 50 bis 70 stech­freudige Weibchen ausgesetzt: tagaktive Aedes aegypti, dämmerungs- und nacht­aktive Culex quinquefasciatus. Die Körper der jeweils fünf Prüf­personen waren durch spezielle Kleidung geschützt, nur ein Unter­arm blieb unbe­deckt. Auf ihn kam gemäß Gebrauchs­anweisung ein Repellent. Unmittel­bar nach dem Auftragen wurde der Unter­arm für zehn Minuten exponiert, Zeit­punkt sowie Anzahl der Stiche wurden registriert. Die Wirkung wurde stündlich über­prüft, solange eine 95 %ige Wirk­samkeit anhielt. Hat ein Proband kurz nach der Exposition eine massive Stechlust der Testtiere registriert, brach er den Versuch vorzeitig ab. Zusätzlich wurde die Wirk­samkeit gegen Malaria­über­träger (Anopheles gambiae) bei den Mitteln geprüft, die entweder durch­schnitt­lich drei Stunden bei tagaktiven Mücken wirkten oder die Tropentauglich­keit auslobten. Die Stechlust der Insekten wurde vor und während der Versuche stich­proben­artig an einem unbe­handelten Arm eines Probanden ermittelt. Beur­teilt wurden die durch­schnitt­liche Zeit bis Erst­stich (absoluter Schutz) sowie die durch­schnitt­liche Wirk­samkeit (relativer Schutz) eines Mittels: Sie errechnet sich aus den Zeiten bis zum Abbruch eines Tests (je nach Mücken­art zwei oder drei Stiche).

Gesundheit: 25 %

Ein Experte beur­teilte das schleimhautreizende Potenzial der Inhalts­stoffe, fünf Probanden beur­teilten die Geruchs­belästigung.

Hand­habung: 10 %

Ein Experte prüfte die Gebrauchs­anleitung auf Über­sicht­lich­keit, Lesbarkeit, Verständlich­keit und Voll­ständig­keit. Zudem beur­teilte er die Angaben zu Anwendungs­bereich, Wirk­samkeits­dauer, Dosierung, Lagerung und Halt­barkeit, zu Gesund­heits­risiken, Sicherheit und Entsorgung. Darüber hinaus bewerteten fünf Probanden Entnehmen und Auftragen sowie das Hautgefühl.

Deklaration: 10 %

Zur Beur­teilung der Deklaration wurden die gesetzliche Kenn­zeichnungs­pflicht, die Abweichung der Anbieter­angaben zur Wirk­samkeits­dauer von der ermittelten Dauer sowie die Registrierung als Biozid-Produkt bei der Bundes­anstalt für Arbeits­schutz und Arbeits­medizin bewertet.

Textilschonung: 5 %

Je 1 ml der Repellents wurde auf drei weiße und drei farbige Gewebe (100 % Baumwolle bei 60 °C wasch­bar, 100 % Polyester, Mischung aus Polyamid und Elastan) aufgebracht. Nach 24 Stunden Lagerung bei 23 °C ± 2 °C und 65 % ± 5 % relativer Luft­feuchte wurden die Intensität der Flecken bzw. die Bleich­wirkung und die Material­ver­änderungen von einem Experten visuell beur­teilt. Nach anschließendem Waschen in einer Wasch­maschine gemäß Kenn­zeichnung mit einem handels­üblichen Voll­wasch- beziehungs­weise Color-Wasch­mittel wurden Flecken und bleibende Veränderungen abermals visuell beur­teilt.

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