Bringt ein Autobesitzer seinen Wagen wegen eines konkreten Motorproblems zur Werkstatt, hat er keinen Anspruch auf einen kompletten Autocheck. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az: 22 U 161/98) entschied, dass sich eine Werkstatt auf die Auftragsarbeiten beschränken darf und das Auto nicht noch nach weiteren Fehlern untersuchen muss, wenn kein Inspektionsauftrag erteilt wurde.

Ein Autofahrer hatte seinen Wagen wegen "unrunden" Motorlaufs zur Reparatur gegeben, die Werkstatt behob den Fehler daraufhin ordnungsgemäß. Den vereinbarten Lohn in Höhe von 13.000 Mark behielt der Autobesitzer aber ein, da der Motor nach einem Monat erneut kaputtging. Sein Argument: Die Schadensursache ­ ein veralteter Keilriemen ­ hätte die Werkstatt bei der Reparatur erkennen müssen. Das Oberlandesgericht sah das anders. Es sei nicht Sache einer Werkstatt, ohne Auftrag Wartungsarbeiten durchzuführen oder auf weitere Mängel hinzuweisen. Der Autobesitzer musste den Werklohn zahlen.

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