Steht im Kauf­vertrag „Das Fahr­zeug hat keine sons­tigen Beschädigungen“, darf es keine Mängel haben. Sonst hilft auch die in Kauf­verträgen übliche Klausel „Gekauft wie besehen, unter Ausschluss jeder Gewähr­leistung“ nicht weiter. Ein Käufer hatte von einem Arbeits­kollegen ein Motorrad erworben. Nach einigen Tagen zeigte sich, dass der Motor nicht sauber lief. Eine Fach­werk­statt diagnostizierte einen schweren Motorschaden. Grund war, dass bei einem früheren Ölwechsel der Ölfilter falsch montiert wurde. So ein falsch einge­bauter Ölfilter stellt einen Mangel dar, urteilte das Land­gericht Wuppertal. Der Begriff „Beschädigung“ umfasse auch Schäden durch unsachgemäße Montage an Motor und Getriebe. Ausgenommen seien allein rein nutzungs­bedingte Verschleiß­schäden. Der Verkäufer musste das Motorrad zurück­nehmen (Az. 9 S 7/18).

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