Motorradversicherung Meldung

Mit einer günstigen Motorradversicherung lassen sich leicht einige Hundert Euro sparen.

Die Preisunterschiede bei Motorrad­versicherungen sind enorm. Da lässt sich so viel Geld sparen, dass es für ein paar Extra-Tankfüllungen reicht.

Augen zu und durch – für Motorradfahrer im Sattel kommt so ein riskantes Manöver überhaupt nicht infrage. Sie brauchen vollen Durchblick. Nur wenn es um Versicherungen geht, sieht das anders aus. Weil sich kaum einer im Tarifgeflecht auskennt, nehmen viele einfach die nächstbeste Police – und zahlen kräftig drauf. Eine günstige Versi­cherung zu finden, ist schwer.

Doch die Suche lohnt sich. Zum Beispiel kann ein 39-jähriger verheirateter Angestellter seine 72-kW-Maschine bei einer günstigen Gesellschaft schon für 215 Euro versichern, während ein teurer Versicherer 397 Euro Jahresprämie für Haftpflicht und Teilkasko nimmt.

Schwierig ist ein Preisvergleich nicht nur, weil es über 100 Anbieter gibt, sondern auch, weil sie mit völlig unterschiedlichen Tarifstrukturen arbeiten. Das fängt bei den Regionalklassen an. Mittlerweile machen viele Versicherer den Beitrag vom Wohnort abhängig. In Regionen mit vielen Unfällen und Diebstählen verlangen sie höhere Prämien. Das betrifft in der Kasko vor allem die neuen Bundesländer, in der Haftpflicht die neuen Länder und Bayern. Die Unterschiede zu günstigen Regionen wie Gießen, Lüneburg oder Stuttgart sind enorm. So zahlt derselbe Biker für dasselbe Bike in Berlin eine dreimal so hohe Jahresprämie wie im Emsland. Für Fahrer in teuren Gegenden lohnt es daher, einen Versicherer zu nehmen, der keine Regionalklassen hat und bundesweit die gleichen Prämien bietet.

Anfänger: 100 oder 210 Prozent

Auch bei den Schadenfreiheitsrabatten verfolgen viele Gesellschaften ihr eigenes Konzept. Die einen stufen Anfänger mit 210 Prozent ein, die anderen sind mit 100 Prozent zufrieden. Auch den Schadenfreiheitsklassen ordnen sie unterschiedliche Beitragssätze zu: SF 10 heißt bei der einen Versicherung 50 Prozent Beitragssatz, bei der anderen nur 25 Prozent. Und als wäre das noch nicht genug, zeigt auch der Prozentsatz noch nicht, welches Angebot günstig ist. So kann die Police bei einem Versicherer mit 70 Prozent Beitragssatz billiger sein als das Angebot der Konkurrenz zu 35 Prozent.

Auch das Heraufstufen in günstigere SF-Klassen läuft unterschiedlich. Einige Gesellschaften haben gar keinen 100-Prozent-Beitragssatz. Sie springen beispielsweise von 125 Prozent in Klasse 0 direkt zu 60 Prozent in Klasse 1.

Vollkasko besonders teuer

Besonders teuer ist die Vollkasko. Für Maschinen über 72 Kilowatt können Jahresbeiträge bis 6 000 Euro fällig werden, bei einem günstigen Anbieter auch ein paar Tausend Euro weniger.

Wer sich die Mühe sparen will, mehr als 100 Versicherer anzuschreiben, kann unsere Computeranalyse nutzen. Ob Motorrad, Roller, Kleinkraftrad: Für 16 Euro ermitteln wir günstige Angebote, die auch mögliche Rabatte berücksichtigen. Dafür den Kupon ausfüllen und abschicken.

Angaben zum Fahrzeug: Wer mehr Kilometer fährt, zahlt auch mehr. Ältere Bikes sind meist teurer zu versichern als nagelneue. Das Kennzeichen ist für die Zuordnung zur Regionalklasse wichtig.

Versicherungsschutz: Hier nicht den derzeitigen Beitragssatz in Prozent eintragen, sondern die SF-Klasse. Bei der Versicherungsdauer sollten Sie nur volle Monate angeben, also mit dem 1. beginnen und mit dem 30. oder 31. enden. Ein Vertrag mit Teilkasko ohne Selbstbehalt ist fast doppelt so teuer wie mit 300 Euro Selbstbehalt. Die Unterschiede zu Verträgen mit 150 und 500 Euro Selbstbehalt fallen dagegen eher gering aus.

Persönliche Angaben: Viele Gesellschaften räumen einen Rabatt ein, zum Beispiel für ältere Fahrer, Hausbesitzer, Bahncard-Inhaber und Garagenbesitzer.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1259 Nutzer finden das hilfreich.