Motorradversicherung Meldung

Endlich: Der Frühling ist da und das Motorrad kann das Winterlager verlassen. Vor der ersten Tour im Frühjahr unverzichtbar: ein umfangreicher Sicherheitscheck. Ebenso sinnvoll ist es jedoch, den aktuellen Versicherungsvertrag zu prüfen. Das Einsparpotenzial ist enorm.

Jeweils mehr als 100 Prozent Preisunterschied

Die Stiftung Warentest hat stichprobenhaft die Preise für die drei meist verkauften neuen Motorräder des vergangenen Jahres verglichen (zur Tabelle). Ergebnis: Wer sein Geld lieber auf Touren als für die Versicherung ausgibt, sollte zum Beispiel bei der Itzehoer abschließen. Sie bietet für alle drei Maschinen - BMW R 1200 GS, Honda CBF 600 und Suzuki Bandit 650 - den jeweils günstigsten Tarif. Die absoluten Unterschiede zum teuersten Anbieter lagen zweimal bei knapp 140 Euro und einmal sogar bei 272 Euro im Jahr. Relativ verlangte der teuerste Anbieter jeweils deutlich mehr als die doppelte Prämie für den gleichen Schutz.

Schwieriger Preisvergleich

Doch insgesamt ist ein Preisvergleich schwierig. Nicht nur, weil es über 100 Anbieter gibt, sondern auch, weil sie mit völlig unterschiedlichen Tarifstrukturen arbeiten. Das fängt bei den Regionalklassen an. Mittlerweile machen viele Versicherer den Beitrag vom Wohnort abhängig. In Regionen mit vielen Unfällen und Diebstählen verlangen sie höhere Prämien. Das betrifft in der Kasko vor allem die neuen Bundesländer, in der Haftpflicht die neuen Länder und Bayern. Die Unterschiede zu günstigen Regionen wie Gießen, Lüneburg oder Stuttgart sind enorm. So zahlt derselbe Biker für dasselbe Bike in Berlin eine dreimal so hohe Jahresprämie wie im Emsland. Für Fahrer in teuren Gegenden lohnt es daher, einen Versicherer zu nehmen, der keine Regionalklassen hat und bundesweit die gleichen Prämien bietet.

Anfänger: 100 oder 210 Prozent

Auch bei den Schadenfreiheitsrabatten verfolgen viele Gesellschaften ihr eigenes Konzept. Die einen stufen Anfänger mit 210 Prozent ein, die anderen sind mit 100 Prozent zufrieden. Auch den Schadenfreiheitsklassen ordnen sie unterschiedliche Beitragssätze zu: SF 10 heißt bei der einen Versicherung 50 Prozent Beitragssatz, bei der anderen nur 25 Prozent. Und als wäre das noch nicht genug, zeigt auch der Prozentsatz noch nicht, welches Angebot günstig ist. So kann die Police bei einem Versicherer mit 70 Prozent Beitragssatz billiger sein als das Angebot der Konkurrenz zu 35 Prozent. Auch das Heraufstufen in günstigere SF-Klassen läuft unterschiedlich. Einige Gesellschaften haben gar keinen 100-Prozent-Beitragssatz. Sie springen beispielsweise von 125 Prozent in Klasse 0 direkt zu 60 Prozent in Klasse 1.

Weitere Sparmöglichkeiten

Beitrag sparen können Fahrer auch mit einem Saisonkennzeichen. Doch muss das Motorrad mindestens sechs Monate versichert sein, um beim Schadenfreiheitsrabatt aufzusteigen. Motorradfahrer, die ihr Bike zum ersten Mal versichern, zahlen weniger, wenn sie es bei ihrem Autoversicherer als Zweitfahrzeug laufen lassen. Fahranfänger erhalten oft über den Versicherer ihrer Eltern eine bessere Einstufung. Trotzdem müssen diese Beiträge nicht die günstigsten sein. Vergleichen lohnt fast immer.

Tipp: Für 16 Euro ermittelt die Stiftung Warentest in einer individuellen Analyse eine günstige Versicherung für Ihr Motorrad.

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