Motorrad­unfall Meldung

Über­holmanöver. Wer zu schnell fährt, hat nicht auto­matisch eine Mitschuld.

Ein Motor­radfahrer, der beim Über­holen eines Autos zu schnell gefahren ist, muss sich nicht auto­matisch ein Mitverschulden anrechnen lassen, wenn er bei einem Unfall zu Schaden kommt. Wenn der Unfall auch bei vorschrifts­mäßiger Geschwindig­keit nicht zu vermeiden gewesen wäre, hat der Motor­radfahrer vollen Anspruch auf Schmerzens­geld und Schaden­ersatz durch den Unfall­ver­ursacher (Ober­landes­gericht Hamm, Az. 9 U 149/13). Der Mann hatte mit seinem Motorrad ein Fahr­zeug über­holt und war dabei schneller gefahren als die zulässigen 50 Kilo­meter pro Stunde. Ein Auto­fahrer, der aus dem Park­platz eines Supermarkts auf die Straße fuhr, stieß mit dem von rechts kommenden Motorrad zusammen. Der Zwei­radfahrer wurde schwer verletzt. Er war mehrere Monate arbeits­unfähig und trug einen bleibenden Gesund­heits­schaden davon. Die Kfz-Haft­pflicht­versicherung des Auto­fahrers muss rund 20 000 Euro an ihn zahlen.

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