Tipps

  • Im Fachhandel kaufen. Kaufen Sie Ihren Helm im Fachhandel. Achten Sie auf große Auswahl und individuelle Beratung. Kaufen Sie nicht unter Zeitdruck. Probieren Sie die Helme gründlich an.
  • Passform. Wählen Sie einen Helm der optimal sitzt, ohne irgendwo zu drücken. Der Helm darf weder zu eng, noch zu weit sein.
  • Rütteltest. Setzen Sie den Helm auf und schließen Sie das Gurtschloss. Wenn Sie jetzt sachte am Helm rütteln, soll sich nur die Kopfhaut bewegen, nicht aber der Helm. Auch mit großem Kraftaufwand darf sich der fixierte Helm nicht vom Kopf ziehen lassen.
  • Brillenträger. Achten Sie darauf, dass der Helm nicht auf die Brillenbügel drückt. Einige Modelle eignen sich gut für Brillenträger, andere gar nicht. Hier hilft nur ausprobieren.
  • Praxistest. Behalten Sie den ausgewählten Helm mindestens zehn Minuten auf. Nur so können Sie beurteilen, ob er angenehm sitzt, ob der Kinnriemen drückt und ob der Helm die Wärme unangenehm staut. Noch besser wäre eine Probefahrt.
  • Handschuhe. Testen Sie, ob Sie den Helm und das Visier auch mit Handschuhen öffnen und fixieren können.
  • Sichtprüfung. Achten Sie auf raue Kanten und lose Innenpolster. Prüfen Sie, ob das Gurtschloss gut funktioniert und sich bequem betätigen lässt.
  • Im Visier. Achten Sie darauf, dass das Visier kratzfest und beschlagfrei ist. Es sollte dicht schließen, aber auch eine Feinbelüftung haben. Im Klartext: Die Unterkante des Visiers soll sich auf Wunsch fünf bis zehn Millimeter öffnen lassen.
  • Leuchtfarbe. Wählen Sie einen Helm in heller Farbe oder mit hellem Elementen. Am besten in weiß, gelb oder orange. Reflexstreifen erhöhen die Sichtbarkeit bei Nacht. Vorteil: Ein heller Helm heizt sich im Sommer weniger stark auf.
  • ECE-Prüfzeichen. Kaufen Sie einen Helm mit ECE-Zeichen. Sie finden das Prüfsiegel im Innenfutter oder am Kinnriemen des Helms. ECE steht für Economic Commission for Europe. Die aktuelle Norm für Motorradhelme heißt ECE-R 22.05.
  • Keine Garantie. Mit dem ECE-Abzeichen verspricht der Hersteller, dass sein Helm die Vorgaben der Norm erfüllt. Das ECE-Siegel verheißt Sicherheit – bietet aber keine Garantie. Beispiel: Zwei Helme scheiterten im Test der Stiftung Warentest, obwohl sie das ECE-Siegel trugen. Die Norm ist überdies kein Gesetz. Es dürfen auch Helme ohne ECE-Zertifikat verkauft werden.

So pflegen Sie den Helm

  • Saisonstart. Über Winter liegen Helme meist im Regal. Kontrollieren Sie den Helm zum Saisonstart. Prüfen Sie Kinnriemen, Gurtschloss und Visier. Tauschen Sie das Visier aus, wenn es zerkratzt ist. Kratzer im Visier behindern die Sicht. Vor allem nachts.
  • Reinigen. Reinigen Sie Ihren Helm mit milder Seifenlauge und einem Tuch. Verwenden Sie keine aggressiven Putzmittel und keine Lösungsmittel. Die können den Lack angreifen. Scheuerschwämme zerkratzen das Visier.
  • Austauschen. Ersetzen Sie den Helm nach einem Sturz gegen einen neuen. Auch dann, wenn der alte Helm keine sichtbaren Schäden hat. Feine, unsichtbare Haarrisse könnten den Helm unsicher machen. Die Innenschale kann gestaucht sein.
  • Lebensdauer. Motorradhelme sind nicht für immer. Helmschale und Polster altern. Sie verlieren an Stabilität. Tauschen Sie den Helm nach etwa fünf Jahren gegen einen neuen aus.

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