Motor­radfahrer Meldung

Motor­radfahrer müssen Helm tragen, Stiefel sind dagegen nicht Pflicht.

Wer Motorrad fährt, muss einen Helm tragen, aber keine weitere Schutz­kleidung, so das Ober­landes­gericht München (Az. 10 U 4256/16). Ein Motor­radfahrer trug Turn­schuhe, als er auf einer inner­städtischen Straße mit einem Auto zusammens­tieß. Die Unfall­ursache blieb unklar. Beide Beteiligten tragen 50 Prozent der Schuld. Der Versicherer des Pkw-Fahrers argumentierte, die Fußverletzung wäre weniger heftig, wenn der Motor­radfahrer geeignete Stiefel getragen hätte. Das solle beim Schmerzens­geld berück­sichtigt werden. Die Richter schlossen sich dem nicht an. Der Mann erhält 25 000 Euro Schmerzens­geld.

Auch um die Helm­pflicht wird immer wieder gestritten: Ein gläubiger Sikh, der aus religiösen Gründen statt eines Helms seinen Turban aufbehalten wollte, konnte sich nicht durch­setzen (Verwaltungs­gerichts­hof Baden-Württem­berg, Az. 10 S 30/16).

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