Motor­radfahrer Nur Helm muss sein

Motor­radfahrer - Nur Helm muss sein
Motor­radfahrer müssen Helm tragen, Stiefel sind dagegen nicht Pflicht. © Thinkstock / JohanJK

Wer Motorrad fährt, muss einen Helm tragen, aber keine weitere Schutz­kleidung, so das Ober­landes­gericht München (Az. 10 U 4256/16). Ein Motor­radfahrer trug Turn­schuhe, als er auf einer inner­städtischen Straße mit einem Auto zusammens­tieß. Die Unfall­ursache blieb unklar. Beide Beteiligten tragen 50 Prozent der Schuld. Der Versicherer des Pkw-Fahrers argumentierte, die Fußverletzung wäre weniger heftig, wenn der Motor­radfahrer geeignete Stiefel getragen hätte. Das solle beim Schmerzens­geld berück­sichtigt werden. Die Richter schlossen sich dem nicht an. Der Mann erhält 25 000 Euro Schmerzens­geld.

Auch um die Helm­pflicht wird immer wieder gestritten: Ein gläubiger Sikh, der aus religiösen Gründen statt eines Helms seinen Turban aufbehalten wollte, konnte sich nicht durch­setzen (Verwaltungs­gerichts­hof Baden-Württem­berg, Az. 10 S 30/16).

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siriustag21 am 05.09.2018 um 08:21 Uhr
Handschuhe tragen

Schutzkleidung wie Motorradhandschuhe sind sinnvoll und nützlich, eine Motorradjacke ebenfalls. Natürlich schützen auch Motorradhosen viel besser als Jeans, aber für kurze Fahrten finde ich Motorradhosen sehr unpraktisch. Vorgeschrieben werden sollte diese Bekleidung jedoch nicht, sonst kürzen die Versicherungen gerne ihre Zahlungen bei Unfällen.

Flight am 15.06.2018 um 08:57 Uhr
Wer ohne Schutzkleidung fährt

sollte sich vor der Fahrt ein paar Youtube Videos anschauen. Crash`s selbst bei geringerer Geschwindigkeit (Stadt) lässt die Haut in cooler Jeans + T-Shirt gepackt, besonders ausschauen. Vorteil ein Tattoo wird danach nicht mehr benötigt, Garantiert.