Motorola Handy wieder im Angebot Schnelltest

Motorola L6

Motorola L6

Preise für Handys sinken oft drastisch, je älter die Modelle sind. Ein anschauliches Beispiel zeigt Aldi Nord: Im Juni verkaufte der Discounter das Motorola L6 für 139 Euro. Laut aktuellem Prospekt liegt das gleiche Handy ab morgen für 119 Euro in den Aldi-Regalen. Und im Internet kündigt Aldi Nord das Handy sogar für 99 Euro an. test.de fasst zusammen, was das Motorola L6 kann.

Gute Sprachqualität

Motorola Handy wieder im Angebot Schnelltest

Das Motorola L6 bietet gute Sprachqualität: kein Rauschen, keine Aussetzer. Weniger erfreulich: Während des Gesprächs erlischt das Display erst nach 40 Sekunden. Dadurch verliert der Akku unnötig Energie. Das Design der Tasten sieht zwar schick und schlank aus, hat aber Nachteile: Die Tasten lassen sich nicht erfühlen und die Trennlinien zwischen ihnen lassen fälschlicherweise auf eine andere Anordnung schließen. Auch bei der Menüführung setzt sich die schlanke Linie fort. Das Hauptmenü zeigt nur den Namen des gerade ausgewählten Menüpunktes an. Die anderen Punkte stellt die Software lediglich durch Symbole dar, durch die nicht immer klar wird, was dahinter steckt.

Unscharfe Kamera

Für bildschirmfüllende Fotos ist das L6 nicht geeignet. Mit seiner 0,3 Megapixel-Kamera gehört es zu den Auslaufmodellen. Zum Vergleich: Bei moderneren Handys sind im Moment Kameras mit 1,3 oder 2 Megapixeln Standard. Dementsprechend bescheiden fällt das Urteil über die Fotoqualität des Motorola L6 aus: Die niedrige Auflösung erlaubt nur unscharfe Schnappschüsse mit allerdings recht ordentlicher Farbwiedergabe.

Einfacher Datentransfer

In Sachen Datenübertragung ist das Motorola L6 wiederum auf der Höhe der Zeit. Mit der Bluetooth-Schnittstelle lassen sich Daten auf den Rechner übertragen und vom Rechner auf das Handy. Dafür benötigen Aldi-Kunden keinen Treiber. Beim Datentransport per USB schon: Windows XP fragt nach Treibern, eine entsprechende Treiber-CD fehlt, ebenso das Mini-USB-Anschlusskabel. Der Datentransfer ist auch nötig, weil der 10 Megabyte-Speicher nur für wenige Fotos ausreicht. Ein Steckplatz für eine Speicherkarte wäre da eine wünschenswerte Ergänzung.

Mittelmäßiger Akku

Der Akku des L6 hält mittelmäßig lange. Beim Telefonieren – vor allem in D-Netzen – reicht der Saft für 5,5 Stunden. Dafür ist die Betriebsdauer bei hellem Display mit knapp 4 Stunden recht gering. Wer also viele Kurzmitteilungen schreibt, im Menü manövriert, Fotos macht und anschaut, wird beim Motorola relativ schnell lesen: „Akku leer“.

test-Kommentar: Ordentliches Basishandy
Technische Daten und Austattung: Im Überblick

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