MosQuit Stichheiler Heiße Mäuse

Mit Hitze soll eine batteriebetriebene Plastikmaus Mückenstiche lindern. Ein Tester kassierte Brandwunden.

Inhalt
  1. Überblick
  2. test Kommentar

Süß ist sie ja, die Plastikmaus, und ihre Wirkungsweise leuchtet ein: Hitze soll das Eiweiß, das eine Mücke beim Stich in die Wunde spritzt und beim Menschen zum Juckreiz führt, denaturieren ­ also zerlegen. Ganz einfach, wie beim Eierkochen. Die Hitze wird von einer Batterie im Mausebauch erzeugt, die Heizfläche an der Mausenase auf dem frischen Einstich platziert.

Unsere Stichprobe ergab: Tatsächlich kann der Stichheiler beginnendes Jucken nach einem Mückenstich unterbinden. Dafür mussten unsere Tester aber einen Hitzeschmerz in Kauf nehmen. Denn das Metallplättchen an der Mausenase heizt auf 55 bis 60 Grad auf. Zwei Tasten ­ die Mauseaugen ­ regeln die Heizzeit: für Kinder etwa drei bis fünf Sekunden, für Erwachsene etwa fünf bis zehn Sekunden.

Die erwachsenen Testpersonen zogen sich rote Flecken zu, selbst wenn sie nur die Kindertaste drückten. Einer bekam am Bauch sogar eine Brandwunde in der Größe der Heizfläche, nach Druck der Taste für Erwachsene. Und der Nutzen hielt auch nicht immer lange vor: Manchmal juckte der Stich am nächsten Tag erneut.

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