Interview: Monitor nie zu hoch stellen

Augen-, Kopf- oder Nacken­schmerzen nach langen Büro­tagen? Dr. Peter Schäfer, Präventions­experte der gesetzlichen Unfall­versicherung VBG, gibt Tipps für die richtigen Einstel­lungen.

Welche Beschwerden entstehen durch falsch aufgestellte Monitore?

47 Prozent aller im Büro Arbeitenden leiden an Nacken­schmerzen. Auch Nervosität, Augen- und Kopf­schmerzen treten häufig auf.

Was sind die häufigsten Fehler?

Viele stellen die Helligkeit nicht richtig ein und sind geradezu geblendet vom Bild­schirmlicht. Auch zu kleine Schrift­größen bereiten Probleme. Und oft steht der Monitor einfach ungünstig.

Wie und wo sollte er denn stehen?

Nicht in Blick­richtung zum Fenster. Das strengt die Augen an, weil sie abwechselnd auf den Monitor und das Geschehen draußen scharf­stellen und sich an das unterschiedliche Licht anpassen müssen. Wichtig ist auch die Höhe: Bei vielen geistert im Kopf herum, dass die oberste Bild­schirmzeile etwa in Augen­höhe sein soll. Aber so liest man ja auch keine Zeitung. Entspannt sind Augen- und Hals­muskeln, wenn der Blick leicht nach unten geht.

Inwiefern sollte sich ein Monitor verstellen lassen?

Große Menschen sollten auf Verstell­barkeit in der Höhe achten. Für alle anderen ist ein nied­riger Standfuß wichtiger. Und je weiter sich der Bild­schirm nach hinten kippen lässt, desto besser. Ideal wären 35 Grad.

Worauf ist beim Monitorkauf aus ergono­mischer Sicht noch zu achten?

In jedem Fall auf das GS-Zeichen. Es steht für geprüfte Sicherheit und bescheinigt auch, dass grund­legende Ergonomieanforderungen erfüllt sind. Nicht kaufen würde ich spiegelnde Monitore: Die Augen reagieren unwill­kürlich auf Reflexionen, das strengt an.

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