Monitor von Real Schnelltest

Flachbildschirme liegen im Trend. Das Bild ist schärfer und augenfreundlicher als bei Röhrengeräten. Sie brauchen viel weniger Platz und sparen Strom. Erfreulich: Selbst 19 Zoll große Flachmänner sind inzwischen bezahlbar. Real lockt in dieser Woche mit einem Yakumo-Modell für 499 Euro. Im Schnelltest musste das Sonderangebot zeigen, wie es mit der Qualität aussieht.

Größe im Detail

19 Zoll Flachbildschirme zeigen genau so viele Pixel an wie 17 Zöller. Das Bild ist also das gleiche, nur eben größer. Das geplagte Auge weiß es zu schätzen. Bei 17 Zöllern erscheinen Buchstaben und Symbole sehr klein. Angenehmer ist die Arbeit mit einem etwas größeren Schirm.

Einkauf nur mit Bargeld

Erste Hürde auf dem Weg zum Flachbildschirm von Real ist der Einkauf. Mit ec-Karte sind die Geräte nicht zu haben. 499 Euro sind Real zu viel für die Bezahlung mit Karte. Der Test-Einkäufer musste sich erst Bargeld besorgen, bevor er seine Bildschirme bekam.

Handbuch schwer zu verstehen

Keine weiteren Schwierigkeiten gabs beim Auspacken, Aufbauen und Anschließen. Der Monitor ist anständig verarbeitet und funktioniert auf Anhieb. Nicht so schön: Das Handbuch ist nicht nur reichlich billig zusammengeheftet, sondern zuweilen kaum verständlich formuliert. Noch dazu erschweren Übersetzungsfehler das Verständnis. Auch die Einstellung des Schirms macht Mühe. Die Tasten dafür sind rechts am Gehäuse angebracht und nur mit Prägung im Kunststoff gekennzeichnet. Die Folge ist manch ärgerlicher Fehlgriff.

Bild mit Schwächen

Das Bild des Monitors sieht auf den ersten Blick gut aus. Auf den zweiten Blick und bei den Messungen zeigen sich allerdings deutliche Mängel: Farben und Kontrast bleiben recht schwach. Das Bild erscheint etwas unscharf. Die Folge: Bei der Arbeit mit Grafik- oder Textverarbeitungsprogrammen ermüden die Augen schnell. Die Messungen bestätigen die Mängel: Statt des versprochenen Maximal-Kontrastes von 500 zu 1 schafft der Monitor gerade mal 260 zu 1. Auch der größtmögliche Blickwinkel ist bescheiden. Die verschiedenen Graustufen im Testbild sind schon bei einer seitlichen Abweichung von mehr als 35 Grad vom idealen Blickwinkel nicht mehr zu unterscheiden. Die vom Hersteller angegebenen 85 Grad sind viel zu optimistisch.

Schlieren beim Spielen

Beim Bildaufbau legt der Yakumo-Monitor ein ordentliches Tempo vor. 26 Millisekunden vergehen im Mittel, bis ein Bild neu aufgebaut ist. Das reicht für normale Anwendungen und die Wiedergabe von DVD-Filmen. Bei schnellen Computerspielen allerdings werden störende Schlieren sichtbar. Einen ganz anständigen Eindruck hinterlassen die eingebauten Lautsprecher. Hifi ist zwar etwas anderes, aber für leises Hintergrundgedudel und die Wiedergabe von Sprache sind sie uneingeschränkt geeignet.

Wenig Spielraum

Wenig Spielraum bietet der Bildschirm bei der Einstellung von Helligkeit und Auflösung. An Helligkeit sind nur Werte zwischen 233 und 186 Candela möglich. Das ist zu wenig, um den Monitor an besonders helle oder dunkle Räume anzupassen. Typisch für alle Flachbildschirme: Die Auflösung lässt sich zwar nach Wunsch verstellen. Abweichungen von der physikalischen Auflösung von 1 280 mal 1 024 Punkten führen aber dazu, dass die Schärfe deutlich sichtbar nachlässt.

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