Monitor von Lidl Schnelltest

Drei Wochen nach Aldi bietet Lidl für ebenfalls 199 Euro einen 19 Zoll-Flachbildschirm an. Das ist mutig. Aldi hat die Messlatte hoch gelegt. Im Schnelltest präsentierte sich der Aldi-Monitor in Bestform und bekam ganz klar das Prädikat: Schnäppchen. Ob Lidl mithalten kann, klärt der Schnelltests des aktuellen Sonderangebots.

In aller Kürze

Technische Daten und Ausstattung entsprechend fast genau dem Aldi-Angebot. Hier wie dort gibts einen Flachbildschirm ohne besondere Extras, aber allem, was wichtig ist. Auch beim Zubehör sind die Unterschiede gering. Kleiner Minuspunkt für Lidl: Das DVI-Kabel ist nur 1,45 Meter kurz. Das grenzt die Aufstellung empfindlich ein. Beide Monitore haben einen wenig flexiblen Fuß. Die bei Textverarbeitungsprofis beliebte Hochformat-Stellung ist nicht möglich. Auch die Höhe lässt sich nicht verändern. Kleiner Pluspunkt für Lidl: Der Monitor lässt sich vom DVI- auf den VGA-Anschluss umschalten. Das erlaubt Computer-Freaks, zwei Computer gleichzeitig anzuschließen und zwischen beiden zu wechseln. Bei Aldi gabs nur eine automatische Umschaltung, die keinen Parallelbetrieb zulässt.

Buch mit wenig Anleitung

Eindrucksvoll ist die Anleitung zum Lidl-Monitor. Im Karton liegt ein richtig dickes Handbuch. Bei näherem Hinsehen lässt die Begeisterung schnell wieder nach. Es enthält Hinweise in vielen Sprachen und zahlreiche Danksagungen und Sicherheitshinweise. Für die Erklärung von Anschluss, Bedienung der Menüs und technischen Einzelheiten bleiben unter dem Strich nur bescheidene acht Seiten übrig. Gut sind die Bildschirmmenüs beim Lidl-Monitor. Die Menüpunkte sind logisch aufgebaut und so benannt, dass auch Anfänger sich recht bald zurecht finden werden.

Tempo beim Bildwechsel

Bei der Messung der für die Bildqualität wichtigen Leistungen präsentiert sich Lidl zunächst stark. Den Wechsel von Schwarz auf Weiß schaffen die Bildpunkte in nur 3,9 Millisekunden. Das ist noch etwas schneller als der Aldi-Monitor. Etwas schwächer schon wieder: Für den Wechsel von 20 Prozent grau zu 80 Prozent grau benötigt der Lidl-Monitor 23,5 Millisekunden. Die Folge: Bei der Darstellung von sehr schnellen Bewegungen sind Schlieren sichtbar. Das stört allerdings kaum. Selbst die Fans von modernen 3D-Spielen werden mit dem kleinen Makel leben können. Die maximal mögliche Helligkeit ist völlig in Ordnung. 270 Candela pro Quadratmeter schafft der Gerät der Lidl-Hausmarke Targa und ist damit noch einen winzigen Hauch besser als der Aldi-Monitor von vor drei Wochen.

Dunkelgrau statt Schwarz

Deutlich schwächer als bei Aldi fällt allerdings der Kontrast aus. Schwarz ist beim Lidl-Monitor eher ein dunkles Grau. Die Folge: Der Abstand zum hellstmöglichen Weiß wird geringer. Statt des in der Lidl-Werbung versprochenen Kontrasts von bis zu 700 zu 1 schafft er nur maximal 456 zu 1. Vor allem DVD-Filme mit vielen Nachtaufnahmen geben mit dem Lidl-Monitor ein deutlich blasseres Bild ab als mit dem Aldi-Monitor oder mit einem der Spitzengeräte aus dem aktuellen Monitor-Vergleichstest.

test-Kommentar: Mangel an Kontrast
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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