Monitor von Aldi Schnelltest

Passend zum aktuellen Computer hat Aldi auch gleich einen 19 Zoll-Flachbildschirm für 399 Euro. Das ist gar nicht so billig. Bei Internetanbietern und in Fachmärkten gibts immer mal wieder solche Geräte für noch etwas weniger Geld. Aber: Bei Insidern bekam der Aldi-Monitor schon reichlich Vorschusslorbeeren. Das von Hauslieferant Medion verwendete Anzeige-Panel genießt in der Branche buchstäblich hohes Ansehen. Allerdings: Das Panel allein bringts nicht. Auch Bildschirme mit der gleichen Technik können sehr unterschiedliche Leistung bringen. Im Schnelltest musste der Aldi-Monitor zeigen, was er an Qualität wirklich zu bieten hat.

Scharfe Bilder

Entscheidendes Kriterium: die Bildqualität. Neuheit bei Aldi: Der aktuelle Flachbildschirm hat nicht nur den alten VGA- sondern auch einen digitalen DVI-Anschluss. Wird er genutzt, gibt der Aldi-Monitor nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten Blick ein hochanständiges Bild ab. Auch bei dunklen Graustufen sind Unterschiede noch klar erkennbar. Schwarz ist schwarz und die Farben wirken klar und echt, manchmal vielleicht etwas zu intensiv. Schwächen zeigt der Aldi-Monitor beim Anschluss über den herkömmlichen VGA-Anschluss: Die Schärfe lässt sichtbar nach. Andere Flachbildschirme liefern bei Anschluss über VGA auch ein schwächeres Bild, der Unterschied ist aber nicht so deutlich.

Versprechungen mehr als erfüllt

Auch bei den Messungen im Labor überzeugt der Medion-Monitor. Die Versprechen der Aldi-Werbung hält er locker ein. Bei den meisten Messungen schneidet er sogar noch etwas besser ab, als von Medion angegeben. Bei 85 Grad Abweichung von der idealen Blickachse kommt er immer noch auf einen Kontrast von 50 zu 1 statt des Minimums von 10 zu 1. Den Bildwechsel schafft der Monitor in 17 statt der versprochen 25 Millisekunden, bei der Helligkeit 260 statt 250 Candela pro Quadratmeter und beim Kontrast sogar 920 zu 1 statt 600 zu 1.

Einstellung mit Tastsinn

Etwas fummelig ist die Bedienung: Kontrast, Farbsättigung und Helligkeit werden über Bildschirmmenüs und vier unmittelbar nebeneinander angeordnete Taster am unteren Rand des Monitors gesteuert. Da ist Tastsinn gefragt. Mit etwas Übung gehts dann. Ganz anständig funktionieren die beiden eingebauten Lautsprecher. Klar: Musik klingt dünn und quäkig. Aber Sprache geben sie ausreichend laut und verständlich wieder. Mehr ist bei Minilautsprechern in Flachbildschirmen nicht drin.

Richtig abschalten

Wirklich lobenswert: Der Aldi-Monitor kommt mit einem echten Netzschalter daher. Andere Discount-Monitore haben billige Steckernetzteile und lassen sich nicht völlig abschalten. Schade nur: Der Netzschalter beim Aldi-Monitor ist auf der Bildschirmrückseite platziert und schlecht zu erreichen. Bleibts durch Abschalten durch den Austaster unten am Bildschirm beim Stand-By-Modus verbraucht der Aldi-Monitor noch 1,2 Watt. Im Betrieb sinds 35 Watt. Das ist völlig in Ordnung und deutlich weniger als sich die meisten anderen Flachbildschirme genehmigen.

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