Gesetzliche Regelungen: Feste Größen fielen weg

Mogelpackungen Meldung

Seit dem Jahr 2000 sind Supermärkte verpflichtet, die Grundpreise von Lebensmitteln auf einem Etikett am Regal anzugeben, also den Preis pro Kilogramm, 100 Gramm oder pro Liter. Der Kunde kann verschiedene Produkte und Produktgrößen so besser vergleichen.

Seit dem Jahr 2000 sind Supermärkte verpflichtet, die Grundpreise von Lebensmitteln auf einem Etikett am Regal anzugeben, also den Preis pro Kilogramm, 100 Gramm oder pro Liter. Der Kunde kann verschiedene Produkte und Produktgrößen so besser vergleichen.

Seit dem 11. April 2009 gibt es für fast alle Nahrungsmittel keine vorgeschriebenen Packungsgrößen mehr. Zuvor galten nationale Verordnungen, sie halfen dem Kunden zu vergleichen, zum Beispiel Milch zwischen 0,5 und 1 Liter: Sie durfte nur in Fertigpackungen mit 0,5 Liter, 0,75 Liter und 1 Liter Füllmenge verkauft werden. Heute könnten es auch 600 Milliliter sein. Auch für Wasser, Limonade, Fruchtsäfte, Zucker und Schokolade fielen 2009 feste Verpackungsgrößen weg. Für viele andere Lebensmittelgruppen wurden sie bereits seit 2000 peu à peu abgebaut. Einzige Ausnahmen bis heute: Wein und Spirituosen. Herstellern ermöglicht die Neuregelung maßgeschneiderte Verpackungen anzubieten, etwa für Singles. Verbraucherschützer befürchten eher, dass versteckte Preiserhöhungen weiter zunehmen.

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