Check­liste: Das müssen Sie beachten

  • Zutritt. Stehen unangekündigt Hand­werker vor der Tür, dürfen Sie diese wegschi­cken. Lassen Sie die Hand­werker herein, kann das als Einverständnis zu den Arbeiten gewertet werden.
  • Ankündigung. Prüfen Sie, ob zwischen der Ankündigung der Modernisierung und dem Beginn der Bauarbeiten drei Monate liegen. Die Frist beginnt mit Zugang des Schreibens bei Ihnen. Der Vermieter muss alle Arbeiten, Beginn und voraus­sicht­liche Dauer nennen.
  • Modernisierung. Handelt es sich wirk­lich um eine Modernisierung? Faust­regel: Sie müssen danach einen höheren Wohn­stan­dard haben. Werden nur Mängel beseitigt, ist das eher keine Modernisierung.
  • Duldungs­pflicht. Luxusmodernisierungen müssen Sie von vorneherein nicht dulden. Sind die Arbeiten unzu­mutbar und bedeuten sie eine besondere Härte? Dann können Sie sie ebenfalls zurück­weisen. Möglich ist das bei umfang­reichen Bauarbeiten, die Ihre Wohnung unbe­nutz­bar machen und bei einer völligen Umge­staltung der Wohnung.
  • Beweise. Machen Sie vor Beginn der Bauarbeiten Fotos, wenn aus Ihrer Sicht ohnehin Reparaturen anstehen. Den dafür nötigen Aufwand muss der Vermieter zu Ihren Gunsten anrechnen. Sie müssen den Reparaturbedarf vor Gericht dokumentieren können.
  • Miet­erhöhung. Wenn Sie sich die nach der Modernisierung erhöhte Miete nicht mehr leisten können, müssen Sie die Modernisierung trotzdem dulden. Der Vermieter darf die volle Miet­erhöhung von Ihnen aber nur verlangen, wenn er nicht mehr als den allgemein üblichen Stan­dard hergestellt hat oder wenn die Modernisierung eine erhebliche Energie­einsparung bringt.

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