Modernisierung Meldung

Bauen Vermieter eine ­Solaranlage in ihrem Haus ein, um damit ­zusätzlich Energie zu gewinnen, ­können sie die Ausgaben dafür ­sofort geltend machen.

Jetzt ist Vermietern und Verpächtern der Werbungskostenabzug sicher, wenn sie zusätzlich zur bisherigen Heizungsanlage eine Solaranlage einbauen. Das haben die obersten Richter beim Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (Az. IX R 52/02).

Ein Eigentümer hatte zusätzlich zu seiner voll funktionstüchtigen Gaswärmeversorgung eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung für rund 9 000 Euro installiert. Da er teilweise in seinem Haus Ferienwohnungen vermietet, machte er dafür die Ausgaben anteilig als sofort abzuziehende Werbungskosten aus Vermietung geltend. Das Finanzamt winkte ab. Die Ausgaben für den Einbau der Solaranlage seien über die Jahre abzuschreibende Herstellungskosten. Das meinte auch das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht.

Nicht so der BFH. Er gab dem Vermieter Recht und erkannte die Kosten als sofort anzusetzende Werbungskosten an. Herstellungskosten seien es nur dann, wenn die Modernisierung die Ausstattung des Gebäudes stark verbessert. Dazu müssen mindestens drei der vier Kernbereiche – nämlich Elektro-, Heizungs-, Sanitärinstalla­tion und Fenster – deutlich erweitert und ergänzt werden.

Der Einbau der Solaranlage verbessert allenfalls einen Kernbereich. Bei dem Vermieter ergänzt die Solaranlage lediglich die bereits vorhandene Wärmeversorgung durch eine zusätzliche Energiequelle.

Tipp: Zu den sofort abziehbaren Werbungskosten für eine vermietete Wohnung gehören auch Ausgaben für den Austausch ­einer Heizungsanlage oder den Einbau von Geräten, die Heizungs- und Warmwasserkosten messen.

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