Mieter müssen Modernisierungs­arbeiten zwar hinnehmen, das schränkt aber nicht ihr Recht ein, die Miete zu mindern, so das Land­gericht Berlin (Az. 65 S 194/17). Beinträchtigen die Arbeiten an Haus oder Wohnung den „Gebrauch der Mietsache“, haben Bewohner das Recht, die Zahlung zu kürzen. In einem Berliner Wohn­haus war durch Modernisierungs­arbeiten unter anderem die Gasversorgung unterbrochen. Die Eigentümerin meinte, die Mieter hätten kein Recht auf Miet­minderung, da sie Modernisierungen dulden müssten. Das Gericht wider­sprach und verurteilte die Vermieterin, mit rund 3 300 Euro für zu viel gezahlte Miete und Extra-Heiz­kosten durch Ölra­diatoren aufzukommen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.