Weitere Fördermittel im Überblick

Für eine Modernisierung gibt es neben der KfW-Bank noch viele weitere Förderquellen.

Land, Kommune, Energieversorger: Eine Reihe von Bundesländern und Kommunen fördern Modernisierungsmaßnahmen mit günstigen Darlehen oder Zuschüssen. Auskünfte erteilt die Gemeinde- oder Kreisverwaltung. Oft gibt es auch Zuschüsse der örtlichen Energieversorger, in Berlin und München zum Beispiel für die Umstellung der Heizung auf Erdgas.

Baudenkmal: Wer ein Haus saniert, das unter Denkmalschutz steht oder in einem Sanierungsgebiet liegt, erhält eine hohe Steuerförderung. Bewohnt der Eigentümer das Haus selbst, erkennt das Finanzamt zehn Jahre lang jeweils 9 Prozent der Sanierungskosten als Sonderausgaben an. Vermieter können die ­Sanierungskosten innerhalb von zwölf Jahren komplett abschreiben.

Erneuerbare Energien: Ab 2007 soll es für den Einsatz erneuerbarer Energien wieder einen Zuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) geben. Bis August wurden Solarkollektoren, Holzpelletheizungen und Scheitholzvergaserkessel gefördert. Die neuen Richtlinien sollen im Herbst verabschiedet werden (Infos unter www.bafa.de oder Tel. 0 61 96/90 86 25).

Energieberatung vor Ort: Bislang beteiligte sich das Bafa mit einem Zuschussvon 300 Euro an den Kosten für eine professionelle Energieberatung für Ein- und Zweifamilienhäuser. Mitte Juli hat das Bafa das Programm ausgesetzt. Einen Zuschuss will das Amt erst ab Ende September oder Anfang Oktober wieder zahlen – zu neuen Bedingungen.

Naturdämmstoffe: Hauseigentümer, die für den Wärme- oder Schallschutz Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Schafwolle und Hanf verwenden, können noch bis zum Ende des Jahres einen Zuschuss von bis zu 35 ­Euro pro Kubikmeter Dämmmaterial beantragen. Den Antrag stellen sie nach dem Kauf mit Originalrechnung und Zahlungsnachweis bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (Tel. 0 38 43/6 93 01 80). Eine Liste der geförderten Produkte und den Antrag gibt es unter www.naturdaemmstoffe.info.

Handwerkerlohn: Wer für Renovierung, Instandhaltung und Modernisierung Handwerker beauftragt, kann pro Kalenderjahr 20 Prozent von maximal 3 000 Euro Lohnkosten von seiner Steuerschuld abziehen lassen Das macht bis zu 600 Euro Ersparnis im Jahr (siehe ­Finanztest 4/06: Steueränderungen 2006). Die Lohnkosten müssen in der Handwerkerrechnung getrennt ausgewiesen sein und dürfen nicht bar bezahlt werden.

Solarstrom: Hauseigentümer, die eine Fotovoltaikanlage errichten und den erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeisen, erhalten vom Netzbetreiber eine hohe Einspeisevergütung. Für die Finanzierung vergibt die KfW günstige Darlehen (siehe Finanztest 7/06: Solarstrom).

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