Wer mit dem Handy am Ohr über die rote Ampel rauscht, darf nicht mit milden Richtern rechnen. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Celle ist ein Rotlichtverstoß, bei dem der Fahrer ohne Freisprechanlage telefoniert, grundsätzlich als vorsätzliche Tat zu bewerten. Dann werden ein höheres Bußgeld und ein Fahrverbot fällig (Az. 333 Ss 38/01 Owi).

Das Argument des geblitzten Fahrers, gerade wegen der Ablenkung durch das Telefon sei seine Rotlichtfahrt nur eine Fahrlässigkeit gewesen, ließen die Richter nicht gelten. Der Fahrer habe sich mit dem Griff zum Telefon aus Gleichgültigkeit mit einem Verkehrsverstoß abgefunden. Gerade bei der Telefon-Fahrt im dichten Innenstadtverkehr sei das Übersehen einer Ampel vorhersehbar. Der Fahrer muss nun 300 Mark Bußgeld berappen und seinen Führerschein für einen Monat abgeben.

Dieser Artikel ist hilfreich. 371 Nutzer finden das hilfreich.