Mobil­funk­netze im Test

So haben wir getestet

Mobil­funk­netze im Test Testergebnisse für 3 Mobilfunknetze 06/2017

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Inhalt

Im Test: Die drei deutschen Mobil­funk­netze.

Prüf­zeitraum: Februar bis April 2017.

Die Messungen außer­halb von Städten erfolgten mit einer zirka 3 700 Kilo­meter langen Auto­fahrt durch Deutsch­land über Auto­bahnen und Land­straßen. Inner­halb von Städten unter­nahmen die Tester in den drei Groß­städten Berlin, Hamburg, München mehr­stündige Mess­fahrten auf Haupt­verkehrs- und Wohn­straßen sowie in neun exemplarisch ausgewählten weiteren Städten (Dresden, Frank­furt am Main, Freiburg im Breisgau, Greifs­wald, Halle an der Saale, Kassel, Kiel, Münster, Nürn­berg) jeweils mindestens 60-minütige Fahrten. Die Messungen zum Telefonieren bei Zugfahrten erfolgten auf Fahrten von insgesamt rund 2 400 Kilo­meter Länge in Fernzügen (ICE, EC, IC). Dabei verwendeten die Tester Sim-Karten aus Verträgen, die wir verdeckt in Shops der Netz­betreiber abschlossen. Die verwendeten Smartphones waren so einge­stellt, dass sie stets die beste verfügbare Funk­technik (LTE, UMTS oder GSM) nutzten. Auf allen Mess­touren lief zusätzlich ein Frequenz-Scanner mit, der pro Netz kontinuierlich die Signalstärke der drei Funk­techniken erfasste.

Internet: 60 %

Über jedes Mobil­funk­netz baute jeweils ein Smartphone vom Typ Sony Z5 immer wieder Daten­verbindungen auf. Dabei surfte es nach­einander mehrere mobile Internet­seiten an, startete einen auf 40 Sekunden beschränkten http-Download einer 20 Megabyte großen Datei sowie einen Upload einer 10 Megabyte großen Datei und rief einen Youtube-Video-Stream mit maximaler Auflösung von 1 080 Bild­zeilen ab. Zwischen den Aktionen wurden mehrere Sekunden währende Pausen einge­legt. Bewertet wurden Erfolgs­quoten, mitt­lere Daten­raten, Über­tragungs­zeiten und Video­qualität, beispiels­weise Auflösung und Ruckeln.

Telefonieren: 40 %

Pro Netz­betreiber führten die Prüfer bei den Messungen je zwei Smartphones vom Typ Sony Z5 mit, die unter­einander etwa alle drei Minuten ein rund zweiminütiges Telefonat führten. Dabei wurden auto­matisiert breitbandige Sprach­aufnahmen über­tragen. Bewertet wurden der Anteil der erfolg­reich beendeten Anrufe, die Zeit des Rufaufbaus sowie die mithilfe eines Systems gemessene Sprach­qualität.

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