O2 und E-Plus: Zwei Netze, ein Anbieter

Mobil­funk­netze Test

Ungleiches Paar. Ausgerechnet E-Plus wirbt mit dem UMTS-Roaming zwischen O2 und E-Plus – dabei haben O2-Kunden viel mehr davon.

Ungleiches Paar. Ausgerechnet E-Plus wirbt mit dem UMTS-Roaming zwischen O2 und E-Plus – dabei haben O2-Kunden viel mehr davon.

Im Sommer 2013 erklärte der spanische Telefon­konzern Telefónica, dem schon das deutsche O2-Netz gehörte, dass er auch E-Plus über­nehmen wolle. E-Plus war damals Tochter­unternehmen des nieder­ländischen Netz­betreibers KPN. Nach einem längeren Genehmigungs­verfahren wurde die Fusion Anfang Oktober 2014 voll­zogen. Seitdem gehört E-Plus zu Telefónica wie zuvor schon O2 Deutsch­land.

Zusammen und doch getrennt. Auch wenn beide Betreiber seither zum selben Konzern gehören, handelt es sich tech­nisch immer noch um zwei separate Mobil­funk­netze. So zeigen sie auch im Test noch unterschiedliche Qualitäten. Erst allmählich werden sie zu einem einzigen Netz zusammen­geschaltet.

Erster Austausch. Als ersten Schritt hat Telefónica die UMTS-Netze von E-Plus und O2 für Nutzer des jeweils anderen frei­geschaltet. Handys von O2-Kunden nutzen auch das UMTS-Netz von E-Plus und umge­kehrt. Im Fachjargon heißt das „nationales Roaming“. Da E-Plus das bessere UMTS-Netz mitbringt (Grafik in Am modernsten: Telekom- und Vodafone-Netze), profitieren O2-Kunden am meisten davon. Ob es eine vergleich­bare Roaming-Lösung auch zwischen den LTE-Netzen geben wird und wann aus den beiden Netzen eins werden soll, verrät Telefónica bisher nicht.

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