So haben wir getestet

Im Test: 4 deutsche Mobil­funk­netze.

Prüf­zeitraum: Juli und August 2015.

Die Messungen außer­halb von Städten erfolgten auf einer 3 800 km langen Pkw-Tour durch Deutsch­land über Auto­bahnen und Land­straßen. Inner­halb von Städten unter­nahmen die Tester neun jeweils 90-minütige Mess­fahrten auf Haupt­verkehrs- und Wohn­straßen in Berlin, Cuxhaven, Dresden, Greifs­wald, Halle/Saale, Kiel, Frank­furt am Main, Freiburg und Münster. Für je rund zehn Stunden waren sie mit Mess­systemen zu Fuß und mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln (u. a. Busse, U-Bahnen, S-Bahnen) in Berlin, München und Hamburg unterwegs. Bei Zugfahrten von insgesamt 3 400 km Länge führten die Tester in Fern-, Regional- und Nahverkehrs­zügen (ICE, EC, IC, RE, RB, SE) weitere Messungen durch. Es wurden Sim-Karten aus Verträgen verwendet, die verdeckt in Shops der Netz­betreiber abge­schlossen wurden. Die verwendeten Smartphones waren so einge­stellt, dass sie stets die beste verfügbare Funk­technik (LTE, UMTS oder GSM) nutzten. Auf allen Mess­touren lief zusätzlich ein Netz­werk-Scanner mit, der pro Netz kontinuierlich die Verfügbarkeit der drei Funk­techniken erfasste.

Internet: 60 %

Alle Internet­messungen wurden parallel mit vier nicht gebrandeten Smartphones vom Typ Samsung Galaxy S5+ durch­geführt. Mit je einem von ihnen wurden über jedes Mobil­funk­netz immer wieder Daten­verbindungen aufgebaut. Dabei wurden jeweils nach­einander mehrere mobile Internet­seiten angesurft, ein auf 15 Sekunden beschränkter http-Download einer 20 Megabyte sowie ein Upload einer 10 Megabyte großen Datei gestartet und ein Youtube-Video mit einer maximalen Auflösung von 720p im MP4-Format gestartet und angesehen. Zwischen diesen Aktionen wurde eine mehrere Sekunden dauernde Pause einge­legt. Bewertet wurden Erfolgs­quote, mitt­lere Daten­raten, Über­tragungs­zeiten und die Qualität der Video­über­tragung (Auflösung, Ruckeln).

Telefonieren: 40 %

Pro Netz­betreiber führten die Prüfer bei den Messungen jeweils zwei nicht gebrandete Smartphones vom Typ Samsung Galaxy S5 mit, die unter­einander etwa alle drei Minuten ein rund zweiminütiges Telefonat führten. Dabei wurden auto­matisiert deutsche Sprach­aufnahmen einge­spielt. Bewertet wurden der Anteil der erfolg­reich beendeten Anrufe, die Zeit des Rufaufbaus sowie die auto­matisiert mithilfe eines Breitband-POLQA-Systems gemessene Sprach­qualität.

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