Mobil­funk­netze Test

Seit Oktober 2014 gehören E-Plus und O2 zum selben Konzern – wie wirkt sich das auf die Mobil­funk­versorgung in Deutsch­land aus? Können diese beiden Handy­netze mit vereinten Kräften gegen­über Telekom und Vodafone aufholen? Das ist eine der Fragen, denen der große Netztest nachgeht. Neben umfang­reichen Messungen auf Auto­bahnen, Land­straßen und in Innen­städten haben die Prüfer diesmal auch die Funk­versorgung in der Bahn untersucht.

Zu diesem Thema bietet die Stiftung Warentest einen aktuel­leren Test Mobilfunknetze.

O2 als Roaming-Gewinner

„Zwei Netze sind besser als eins“ – mit diesem Slogan werben besonders E-Plus und seine Tarifmarke Base. Hintergrund: Nach der Über­nahme von E-Plus durch den O2-Mutter­konzern Telefónica hat dieser ein wechselseitiges „Roaming“ für die beiden UMTS-Netze einge­richtet. Das heißt: O2-Handys können sich auch ins UMTS-Netz von E-Plus einbuchen und umge­kehrt. Doch von dieser Regelung profitieren die Kunden von O2 mehr als die von E-Plus. Denn E-Plus bringt das bessere UMTS-Netz in die Ehe ein. Und so gehen im Test fast 20 Prozent der Daten­verbindungen von O2 über das UMTS-Netz von E-Plus. In umge­kehrter Richtung ist es nur ein Prozent. Das ist eines von vielen spannenden Ergeb­nissen des aktuellen Netztests.

Viel unterwegs in Stadt, Land und Zug

Mobil­funk­netze Test

Viel unterwegs. Für den Test sind die Prüfer weit gereist: 3 800 Kilo­meter auf Auto­bahnen und Land­straßen, 3 400 Kilo­meter mit der Bahn, Mess­fahrten und -rund­gänge in elf Städten.

Um den Stärken und Schwächen der Mobil­funk­netze auf die Spur zu kommen, waren die Tester viel auf Achse: 3 800 Kilo­meter fuhren sie über Auto­bahnen und Land­straßen. In neun Städten waren sie mit dem Auto unterwegs. Die Groß­städte Berlin, Hamburg und München haben sie je zehn Stunden lang zu Fuß und mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln erkundet. Zusätzlich legten sie diesmal 3 400 Kilo­meter mit der Bahn zurück. Stets dabei: ein Mess­system mit zwölf Smartphones – drei für jedes Netz. Die bauten ständig Sprach- und Daten­verbindungen auf, luden Webseiten und Youtube-Videos. Sie maßen zum Beispiel die Aufbauzeiten von Telefon­verbindungen und Webseiten, Sprach­qualität und Daten­raten.

Kein gutes Netz in der Bahn

Ein Ergebnis: In der Bahn kann keines der vier Netze über­zeugen – besonders beim Telefonieren. Fast jeder dritte Anruf­versuch scheitert, oder das Gespräch bricht wegen Störungen oder schlechter Sprach­qualität ab. In den Waggons mit ihren metall­bedampften Scheiben sind Handys offen­bar einfach zu gut abge­schirmt. Auch beim mobilen Internet kommt bei Zugfahrten insgesamt wenig Begeisterung auf. Allerdings fällt das Ergebnis hier differenzierter aus: Beim Surfen in der Bahn schneiden zwei Netze erkenn­bar besser ab als die beiden anderen.

Das bietet der Test

Welches Netz die besten Sprach- und Internet­verbindungen in Städten, auf dem Land und in Zügen bietet, lesen Sie im ausführ­lichen Testbe­richt. Dort erklären wir auch, wie das „nationale Roaming“ zwischen E-Plus und O2 funk­tioniert, und wie gut die vier Netz­anbieter bei der Versorgung mit den Funk­techniken GMS, UMTS und LTE jeweils abschneiden.

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