So haben wir getestet

Im Test: Vier deutsche Mobil­funk­netze.

Prüf­zeitraum: Juni 2011.

Zur Prüf­durch­führung: Ein Fahr­zeug mit den Mess­einrichtungen Ascom QVoice zur Sprach­qualitäts­messung und Focus Infocom DMTS zur Messung des Daten­verkehrs fuhr im Juni 2011 auf einem Rund­kurs entlang den vier größten deutschen Flüssen (Rhein, Donau, Elbe, Weser) mit zusätzlich erweiterten Rund­kursen in den durch­fahrenen Städten. Es wurden Auto­bahnen, Land­straßen sowie in den Städten Haupt­verkehrs­straßen und Wohn­straßen genutzt. Für die Messung wurden in den jeweiligen Shops der Betreiber verdeckt Verträge abge­schlossen. Die Verbindungen erfolgten über vier Mobiltelefone vom Typ Nokia 6720 sowie über den besten beim jeweiligen Anbieter verfügbaren USB-Daten­stick (T-Mobile web’n’walk Stick Business E1823, Vodafone K4505H, O2 Surf­stick Plus E367 und E-Plus Base Stick E173).

Telefonieren: 50 %

Zeitgleich wurde über alle Mobil­funk­netze alle 100 Sekunden ein einminütiges Gespräch mit einer ISDN-Fest­netz­nummer aufgebaut. 70 Prozent der Anrufe wurden vom Mobiltelefon aus initiiert, die übrigen vom Fest­netz­anschluss. Bewertet wurden der Anteil der erfolg­reich beendeten Anrufe, die Zeit des Rufaufbaus, die auto­matisiert gemessene Sprach­qualität nach PESQ 862.1 und die jeweilige Streuung der Ergeb­nisse.

Internet: 50 %

Zeitgleich wurden über alle Mobil­funk­netze Daten­verbindungen aufgebaut. Inner­halb einer Daten­verbindung wurde jeweils ein FTP-Download und -Upload durch­geführt, um eine möglichst unver­fälschte Daten­rate während einer TCP-Verbindung zu bestimmen. Zudem wurden Websites mittels HTTP abge­rufen, um die Leistung der Mobil­funk­netze bei der Über­tragung von mehreren parallelen Daten­strömen inner­halb der Websites zu bestimmen. Es wurde zudem jeweils eine 500 Kilobyte große E-Mail gesendet und empfangen. Bewertet wurden Daten­raten, Über­tragungs­zeiten und der Anteil der erfolg­reichen Up- und Downloads. Zudem wurden Reaktions­zeiten („Ping“) gemessen.

Anhand der Einwohnerdichte am jeweiligen Mess­ort wurden die Ergeb­nisse für Ballungs­gebiete mit über 1 000 Einwohnern pro Quadratkilo­meter, Kleinst­ädte mit 100 bis 1 000 Einwohnern pro Quadratkilo­meter und ländlicher Raum mit weniger als 100 Einwohnern pro Quadratkilo­meter ausgewertet.

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