Service Provider: Nur die Telekom lässt Fremde ins LTE-Netz

Vier Netze, viele Anbieter. Die güns­tigsten Tarife bieten meist nicht die Netz­betreiber, sondern andere Anbieter, die deren Netze mitnutzen. Das können eigene Billigmarken der vier Großen sein wie Cong­star (Telekom), Fonic (O2) und Simyo (E-Plus) oder Marken von Service-Providern wie Aldi Talk, Call­mobile oder Maxxim. Stellt sich die Frage, ob Kunden von Discountmarken benach­teiligt werden. Oder steht ihnen die gleiche Netzqualität zur Verfügung wie der Kund­schaft von Telekom, Vodafone, O2, E-Plus?

Im UMTS-Netz sind alle gleich. In einem Zusatz­test trat in jedem Netz eine Sim-Karte des Netz­betreibers gegen zwei bis drei von exemplarisch ausgewählten Drittanbietern an. Wichtigstes Ergebnis: Sofern die Verbindungen über GSM- und UMTS-Netze liefen, war in keinem Netz eine Benach­teiligung der Drittanbieter fest­zustellen. Sprach­qualität und Netz­verfügbarkeit waren zwischen Netz­betreiber und Service-Provider gleich. Das Tempo der Daten­verbindungen hing offen­bar nur vom Tarif ab und nicht davon, ob die Sim-Karte vom Netz­betreiber stammt oder von einem Service Provider.

LTE nur im Telekom-Netz. Doch nur im Telekom-Netz buchten sich im Test die Sim-Karten der Drittanbieter auch im LTE-Netz ein. Die Daten­raten waren offen­bar auf das im jeweiligen Tarif vorgegebene Maximum gedrosselt. Anders als in den Netzen von O2 und Vodafone profitieren Kunden von Billigmarken im Telekom-Netz von den kurzen Reaktions­zeiten von LTE. Offen­bar realisiert derzeit nur die Telekom die Daten­verbindungen unabhängig von Tarif und Anbieter stets über das beste verfügbare Netz.

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