Mobilfunkanbieter speichern die Daten ihrer Kunden länger und in größerem Umfang als erlaubt. Bis zu drei Monate nach dem Gespräch können die Unternehmen sehen, wann die Kunden aus welcher Funkzelle wie lange mit wem telefoniert haben. Dies geht aus einem Bericht der Generalstaatsanwaltschaft München hervor. Am längsten speichern E-Plus und Vodafone. Drei Monate lang liegen alle Verkehrsdaten vor. T-Mobile speichert alle Daten einen Monat, O2 eine Woche. Das Bundesverfassungsgericht hat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung im März 2010 für verfassungswidrig erklärt. Unternehmen dürfen nur noch Daten erfassen, die sie zur Abrechnung benötigen. Alle anderen Daten müssen sie unverzüglich löschen.

Tipp: Wer seine Daten nicht speichern lassen möchte, kann eine Prepaidkarte nutzen. Laut Bericht werden bei Prepaidkarten „bis auf wenige Ausnahmen keine Verkehrsdaten gespeichert“. Vertragskunden können ihren Anbieter beauftragen, die Verbindungsdaten sofort nach dem Gespräch oder dem Versand der Rechnung zu löschen.

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