Mobil­funk

Der Schutz vor Hand­ystrahlung

27.08.2019
Mobil­funk - Wie riskant ist Handy­strahlung? Ein Faktencheck
© Stiftung Warentest

Vor Mobil­funk­strahlung schützen in Deutsch­land recht­liche Rege­lungen. Wer selbst noch etwas tun möchte, kann beim Handy ansetzen. Es ist viel „strahlen­intensiver“ als verwandte Quellen wie Sendemasten, WLan oder Bluetooth.

Inhalt

Sind die Grenz­werte für Mobil­funk streng genug?

Grenz­werte gelten für Strahlung von Sendemasten und Handys, beruhen auf Empfehlungen der „Interna­tional Commission on Non-Ionizing Radiation Protection“ und sollen den Körper vor Schäden durch Erwärmung schützen. Kritiker halten das Gremium für industrie­nah und die Grenz­werte für zu hoch. Fest steht: Laut zwei recht neuen Studien aus Deutsch­land und der Schweiz erreicht die durch­schnitt­liche Belastung der Bürger die geltenden Grenz­werte bei Weitem nicht. Außerdem wird die Technik der Netze immer besser. Schon jetzt senden neue gebräuchliche Mobil­funk­stan­dards wie LTE mit weit geringerer Intensität als der ältere Stan­dard GSM.

Stehen zu viele Hand­ymasten in Deutsch­land?

Mobil­funk­antennen beunruhigen viele Bürger – machen aber laut Studien nur einen Bruch­teil der Strahlenbelastung aus (siehe Prozent­angaben oben). Die Intensität sinkt mit steigender Entfernung zu Masten schnell, und in deren direkter Umge­bung gelten Sicher­heits­abstände. Handys befinden sich dicht am Körper und erzeugen das Gros der Belastung – vor allem beim Telefonieren, wenn die nächste Basis­station weit weg ist und sie für die Verbindung intensiv senden müssen. Daher kann eine hohe Zahl an Sendemasten sogar helfen, die Gesamt­aufnahme zu senken.

Was bedeuten die SAR-Werte für Handys?

Das Kürzel steht für Spezi­fische Absorptions­rate und bezeichnet die Menge an Energie, die durch das sendende Handy vom naheliegenden Körpergewebe aufgenommen wird. Der gültige Höchst­wert beträgt 2 Watt pro Kilogramm. Hersteller ermitteln für jedes Hand­ymodell SAR-Werte mit stan­dardisierten Tests. Eine Liste der Werte veröffent­licht das Bundesamt für Strahlenschutz.

Die Tests erfolgen jedoch bei maximaler Sende­leistung, die Handys kaum je erreichen. Über die tatsäch­liche Strahlenbelastung im Alltag sagt der SAR-Wert daher wenig aus.

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