Mobil­funk

Die tech­nische Seite

27.08.2019
Mobil­funk - Wie riskant ist Handy­strahlung? Ein Faktencheck
Mobil­funk­antenne auf einem Hausdach in Köln-Bayen­thal. © imago images / Future Image

Mobil­funk dient der drahtlosen Über­tragung von Signalen. Aber was passiert da eigentlich genau? Ein kurzer Über­blick über die physika­lischen Eigenschaften und biologischen Effekte von Hand­ystrahlung.

Inhalt

Was ist Hand­ystrahlung über­haupt?

Sie gehört zum Spektrum der elektromagnetischen Felder. Es umfasst natürliche wie künst­liche Quellen, enorm nied­rige bis extrem hohe Frequenzen. Mobil­funk nutzt zurzeit Frequenzen von etwa 800 Megahertz bis 2,6 Gigahertz. Das liegt deutlich unter dem sicht­baren Licht und weit unter der sogenannten ionisierenden Strahlung. Die entsteht beispiels­weise durch Röntgengeräte und radio­aktive Stoffe und kann Körperzellen schwer schädigen, etwa indem sie Elektronen aus Atomen heraus­löst. So energiereich ist Mobil­funk nicht.

Welche Effekte hat Hand­ystrahlung?

Mobil­funk dient der drahtlosen Über­tragung von Signalen. Dabei kann im menschlichen Körper auch Wärme entstehen, weil die Strahlung ein Stück weit eindringt und Moleküle in Bewegung versetzt. Praktisch genutzt wird das Prinzip für Mikrowellenherde, mit Abschirmung nach außen. Mobil­funk arbeitet zwar ebenfalls mit Frequenzen im Mikrowellen­bereich, aber mit viel geringeren Stärken. Um die Bevölkerung vor Schäden durch Erwärmung zu schützen, gelten Grenz­werte. Ob im Körper auch schädliche „nicht-ther­mische“ Effekte wie oxidativer Stress entstehen können und wenn ja durch welche Mecha­nismen, ist durch Studien noch nicht abschließend beant­wortet. Diese Fragen werden kontrovers diskutiert.

Was ändert sich durch den 5G-Ausbau?

Vor­erst werden Frequenzen in ähnlichen Bereichen bleiben wie bisher, dazu kommen etwas höhere um die 3,6 Gigahertz. Große Veränderungen sind da kaum zu erwarten. In den nächsten Jahren sollen Frequenzen um 26 Gigahertz folgen. Da diese eine geringe Reich­weite haben, fürchten Kritiker eine enorme Zunahme an Sendemasten. Entsprechend der hohen Zahl würden die Masten jeweils jedoch mit geringer Intensität senden. Zudem sind die hohen Frequenzen für den lokalen Einsatz gedacht, etwa in der Industrie und an Hotspots wie Flughäfen, teilte uns die Bundes­netz­agentur mit. Ein flächen­deckendes Mobil­funk­netz im 26-Gigahertz-Band sei nicht geplant.

  • Mehr zum Thema

    Mobil­funk Start­schuss für 5G

    - Der Mobil­funk­stan­dard 5G verspricht viel: Höhere Daten­raten sollen ultra­schnelles Surfen mobil möglich machen, Netze sollen belast­barer werden. Die ersten Kunden...

    Telefonieren per VoLTE Neue Funk­tion für Prepaid-Kunden

    - In den nächsten Monaten wollen Telekom und Vodafone auch ihren Prepaid-Kunden ermöglichen, über LTE-Netze zu telefonieren. Bisher war das nur Post­paid-Kunden, also...

    Smartphone-Test 2021 Der große Handy-Vergleich

    - Güns­tiges Einstiegs­handy oder teures Edel-Smartphone? Top-Kamera oder lange Akku­lauf­zeit? Android oder iOS? Der Smartphone-Test weist den Weg zum passenden Handy.