Handy am Ohr. Wer ein Head­set mit Kabel verwendet, kann die Strahlungs­intensität verringern.

Der 5G-Ausbau und neue Studien heizen die alte Debatte um mögliche Gesund­heits­gefahren durch Hand­ystrahlung wieder an. Was ist dran an den Bedenken? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest nachgegangen. Wir haben die Studien­lage gesichtet und anschließend mit einer Experten­runde erörtert, an der Ärzte, Wissenschaftler und Behörden­vertreter teil­nahmen. Hier fassen wir zusammen, was die Wissenschaft zu den wichtigsten Fragen weiß.

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SpecialMobil­funk27.08.2019
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5G euphorisiert Befür­worter....

Ultra­schnell, unschlagbar, „unstrittig das Netz der Zukunft“. In höchsten Tönen preisen Anbieter die neueste, fünfte Mobil­funk­generation, 5G an. Sie ist in Deutsch­land gerade im Aufbau und soll den Alltag revolutionieren: in kürzester Zeit riesige Daten­mengen über­tragen, Maschinen und Geräte vernetzen, die Digitalisierung insgesamt voran­treiben.

.... und empört Kritiker

Allerdings melden sich auch kritische Stimmen zu Wort. Sie fürchten, dass 5G die allgemeine Belastung durch tech­nisch erzeugte elektromagnetische Felder – oft „Elektrosmog“ genannt – deutlich erhöht. 5G führe zu „einer massiven Zunahme der Zwangs­exposition“, heißt es zum Beispiel in einem Appell von Wissenschaft­lern und Ärzten, die ein 5G-Moratorium fordern. Gesund­heits­schäden durch Mobil­funk­strahlung seien bereits bewiesen. Erst kürzlich hätten große Tier­studien ein erhöhtes Krebs­risiko bestätigt.

Das bietet unser Special Hand­ystrahlung

FAQ. Wir geben Antworten auf zehn wichtige Fragen rund um tech­nische Aspekte, gesundheitliche Folgen und Schutz­maßnahmen: Wie steht es um das Krebs­risiko? Was ist „Elektrosensibilität“? Was ändert sich durch 5G? Sind die Strahlungs-Grenz­werte für Sendemasten und Handys streng genug?

Tipps und Hintergrund. Wir sagen, was Verbraucher selber zum Schutz vor Handy­strahlung tun können und bieten eine Link-Über­sicht zu allen zitierten Studien.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus 9/19.

Forschungs­erkennt­nisse geben kaum Anlass zur Sorge

Was ist dran an den Bedenken zu 5G – und allgemein zu Hand­ystrahlung? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest als unabhängige Verbraucher­organisation nachgegangen. Wir ließen Aussagekraft und metho­dische Qualität der neuen Tier­studien von Toxikologen begut­achten. Außerdem haben wir insgesamt die Studien­lage zu Mobil­funk und Gesundheit gesichtet. Dann erörterten wir unsere Fragen und Einschät­zungen mit einer Experten­runde. Daran nahmen Wissenschaftler und Ärzte teil – auch kritische – sowie Behörden­vertreter. Fazit der Recherche: Die Forschungs­erkennt­nisse liefern kaum einen Grund zur Sorge. Wer vorbeugen will, kann selber einiges tun.

[Update: 05.09.2019]: Zur Kritik an unserem Bericht

Unser Artikel hat für Diskussionen unter unseren Lesern gesorgt. Die Haupt­vorwürfe von Kritikern lauten, wir seien industrie­nah, selektiv bei der Auswahl von Studien und intrans­parent. Hier unsere Stellung­nahme dazu:

Vorwurf Industrienähe: Die Stiftung Warentest arbeitet unabhängig von Herstel­ler­interessen, neutral, objektiv und ergebnis­offen. Unsere Einschät­zungen und Fragen zu Studien­ergeb­nissen erörterten wir mit einer Experten­runde aus Behörden­vertretern, Forschern und Ärzten, darunter auch kritischen. Unser im Artikel gegebenes Fazit ist Ergebnis dieses Prozesses.

Vorwurf Selektive Auswahl von Studien: Zu Gesund­heits­aspekten rund um Mobil­funk gibt es Tausende von Studien mit höchst unterschiedlichen Ergeb­nissen. Um daraus gebündelt Bilanz zu ziehen, nutzten wir für den Faktencheck möglichst aktuelle „Meta-Analysen“. Für eine Meta-Analyse werten Forscher die vorliegenden Unter­suchungen zu bestimmten Themen­gebieten systematisch aus und veröffent­lichen das Ergebnis in interna­tionalen Fachjournalen. Meta-Analysen haben damit eine weit­aus höhere Aussagekraft als Einzel­studien. Wenn wir Einzel­studien nutzen und benennen, dann wegen ihrer hohen Relevanz. Das gilt vor allem für die großen neuen Tier­studien (NTP, Ramazzini). Diese ließen wir gesondert von unabhängigen Toxikologen begut­achten: Übersicht der zitierten Quellen (inklusive Studien­typ).

Vorwurf Intrans­parenz: Der Bitte unserer Leser, das Gutachten zu den Tier­studien sowie die Teilnehmer unserer Experten­runde publik zu machen, können wir leider nicht nach­kommen. Den Experten haben wir im Vorfeld Vertraulich­keit zugesagt, ähnlich wie wir es auch bei unseren Expertengremien zu Produkt- und Dienst­leistungs­tests halten. Auch Gutachten geben wir aus Gründen der Vertraulich­keit und zum Schutz unserer Prüf­institute nicht heraus. [Ende Update]

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