Anrufe auf ein Mobiltelefon können selbst dann Geld kosten, wenn man gar keinen erreicht hat. Schuld daran ist der SMS-Info-Service: Der Angerufene wird über den verpassten Anruf per SMS informiert – auf Kosten des Anrufers.

Hat der Angerufene den Anrufbeantworter ausgeschaltet und nimmt nicht ab, bekommt der Anrufer die Information, dass sein Gesprächspartner zwar nicht erreichbar ist, aber per SMS über den Anruf informiert wird. Für diesen Service muss er bei den meisten Mobilfunkfirmen bezahlen. Hat der Anrufer eine alte Prepaidkarte, können bis zu 79 Cent pro SMS fällig werden.

Abbestellen kann den Service nur der Angerufene per Internet, Hotline oder Kurzwahl.

Tipp: Wenn Sie jemanden anrufen, können Sie das Abkassieren nur verhindern, indem Sie Ihre Rufnummer unterdrücken. Wer sich beschweren und das Geld zurückhaben will, kann versuchen, sich auf folgendes Urteil zu stützen: Das Amtsgericht Ulm hat entschieden, dass für nicht zustande gekommene Verbindungen auch nichts berechnet werden darf (Az. 6 C 3000/04).

Dieser Artikel ist hilfreich. 158 Nutzer finden das hilfreich.