Mobilfunk Meldung

Alle zwei Jahre stellen sich viele Handynutzer die gleiche Frage: Anbieter wechseln oder Vertrag verlängern? Wer Wechselabsichten andeutet, wird von seinem Mobilfunkunternehmen meist mit einem neuen Handy oder einem Guthaben belohnt. Wer zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung schweigt, muss mit seinem alten Plauderknochen weitertelefonieren. Doch in der Regel ist bei jeder Vertragsverlängerung ein Handy drin.

Getarntes Geschenk

Prinzipiell funktioniert das zweijährliche Spiel so: Drei Monate bevor der Vertrag abläuft, kündigt der Kunde. Wenige Wochen später bekommt er meist einen Anruf oder ein Schreiben von seinem Netzbetreiber. Darin macht Vodafone, T-Mobile, E-Plus oder o2 ein Angebot: Der Wechselwillige darf sich ein neues, subventioniertes Handy aussuchen, wenn er die Kündigung wieder zurücknimmt und den Vertrag verlängert. Er kann zum Beispiel auch 200 Euro drauflegen, um ein topmodernes Handy zu kaufen, das normalerweise 400 Euro kostet. Er profitiert also von den subventionierten Modellen genau so wie ein Kunde, der einen neuen Vertrag abschließt. Manchmal bekommt er sogar noch ein Gesprächsguthaben dazu.

In Zahlung geben

Der Kampf um Kunden geht weiter. Seit diesem Monat lockt nun T-Mobile alte und neue Kunden mit einer Inzahlungnahme-Aktion. Wer sein altes Handy satt hat und sich ein neues zulegen will, kann das Gebrauchte bei T-Mobile in Zahlung geben. Allerdings muss das Gerät funktionsfähig sein und in einer Gebraucht-Handy-Liste stehen. Außerdem kommen bei den neuen Handys nur die in Frage, die bei T-Mobile auch angeboten werden. Das fängt bei 1-Euro-Modellen an und endet meist bei 250 Euro teuren Geräten. Überprüft wird das alte Handy direkt im Laden, wo auch das neue Schmuckstück gekauft werden soll. Je nach Modell gibts für das alte Handy 10, 20 oder 40 Euro. Die Inzahlungnahme ist nur möglich, wenn der Kunde seinen Vertrag bei T-Mobile um 24 Monaten verlängert oder einen neuen über den gleichen Zeitraum abschließt. Doppelt gespart: Der Vertragsverlängerer bezahlt den subventionierten Preis für sein neues Handy und bekommt bis zu 40 Euro für sein altes.

Freiwillige Gaben

Die Mobilfunkbetreiber müssen dem Kunden nach 24 Monaten kein neues Handy geben. In den jeweiligen Verträgen sucht der Mobiltelefonierer vergebens nach einer solchen Klausel. Bei den meisten Anbietern ist vertraglich lediglich festgehalten, dass sich der Vertrag nach zwei Jahren automatisch verlängert - ohne Handyzugabe. Doch der Mobilfunk-Markt ist nach wie vor hart umkämpft und die Betreiber wollen ihre Kunden halten. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass sie Kunden ein neues Gerät geben, wenn diese nachfragen. Besonders dann, wenn der Kunde rechtzeitig gekündigt hat und somit nach zwei Jahren zum Konkurrenten wechseln kann. Die besten Karten haben Vieltelefonierer. Wer dagegen nur selten zum Handy greift, muss schon Verhandlungsgeschick haben, damit er ein neues Handy erhält.

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