Mobiles Web Meldung

Ob im Zug, im Café oder im Park: Mobiles Internet liegt im Trend. Mit Daten-Flatrate und USB-Stick wird der Zugang zum mobilen Web erschwinglich. test.de sagt, worauf Sie bei den Flatrates achten sollten.

Daten-Flatrate beim Discounter

Discounter Aldi bietet seit einigen Tagen günstige Tages- und Monatspauschalen für mobiles Surfen an: 24 Stunden für 1,99 Euro, die Monatsflatrate kostet 14,99 Euro. Der Discounter ist jedoch nicht der einzige Anbieter, der mobile Netzgänger mit günstigen Pauschalen lockt. Die Preise für deutschlandweite Tages-Flatrates reichen von 1,99 Euro im Fall der aktuellen Aldi-Talk-Flat bis 4,95 Euro bei Vodafone und T-Mobile.

Internet via USB-Stick

Bei den Kosten für die Flatrate bleibt es jedoch nicht. Für die Internetverbindung braucht der Nutzer einen speziellen USB-Stick. Der kostet je nach Anbieter zwischen 50 und 80 Euro. Oft wird der Stick im Paket mit SIM-Karte und Startguthaben verkauft. Installieren lassen sich die USB-Sticks in der Regel schnell und einfach: In das Notebook stecken, automatische Installation bestätigen, freischalten, fertig.

Nicht alle sind schnell

Aldi nutzt das Netz von E-Plus. E-Plus bietet UMTS-Geschwindigkeit: Das Surfen funktioniert demnach maximal mit 384 Kilobit pro Sekunde. Kunden anderer Netzbetreiber können sich dank HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde durch das Web bewegen. Wer große Dateien in kürzester Zeit herunterladen möchte, sollte sich einen Netzanbieter suchen, der schnelle HSDPA-Verbindungen zu Verfügung stellt. Für normales Surfen und E-Mail reicht UMTS jedoch völlig aus.

Bremse für Vielsurfer

Wer viel surft, der wird gebremst, so geht es Nutzern bei fast allen Netzanbietern. Die maximale Geschwindigkeit steht dem Kunden oftmals nur für ein begrenztes Datenvolumen zu Verfügung. Bei der Tages-Flatrate von Aldi wird der Nutzer nach einem Gigabyte übertragener Daten auf GPRS-Niveau gebremst. Mit maximal 55,6 Kilobit pro Sekunde schleicht der Kunde dann noch durch das Web. Das entspricht einer alten Modemverbindung. Videos und aktive Inhalte machen damit keinen Spaß. Bei der 3 Euro teuren Tages-Flatrate von Base wird die Geschwindigkeit sogar schon nach 250 Megabyte gedrosselt.

24 Stunden oder Kalendertag

Nicht nur beim Datenvolumen gibt es Unterschiede zwischen den Anbietern, auch der Berechnungszeitraum der Tages-Flatrates variiert. Während einige Betreiber einen kompletten Kalendertag abrechnen, zählen andere im 24-Stunden-Takt. Wer sich zum Beispiel mit der Tages-Flatrate von Vodafone, Base oder Aldi um 22 Uhr ins Netz einwählt, der kann auch noch am folgenden Tag weitersurfen ohne neu zu zahlen. Nachteil: Nutzer verpassen unter Umständen das Ende des Abrechnungszeitraums und beginnen unbemerkt eine neue Surf-Session. Fonic, T-Mobile und o2 rechnen pro Kalendertag und buchen dem Kunden nach Mitternacht automatisch eine neue Tagesgebühr ab.

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