Drei Varianten: Fernsehen mit dem Handy

Der große Boom beim Fernsehen via Handy ist bisher ausgeblieben.

Seit einem Jahr sind TV-fähige Mobiltelefone auf dem Markt, die in Städten wie Berlin, Frankfurt am Main und Stuttgart bis zu fünf Fernsehprogramme empfangen können. Die Sendungen werden per DMB (Digital Multimedia Broadcasting) übertragen. Mehr Zuspruch erhoffen sich die Anbieter künftig durch mobiles Fernsehen per DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handhelds). Diese Übertragungsform fußt auf dem auch für herkömmliches Fernsehen verwendeten DVB-T (Terrestrial). Ab Frühjahr 2008 sollen auf diese Weise 16 Programme empfangbar sein. Unklar sind Inhalte und Preise. Möglich ist beispielsweise eine monatliche Grundgebühr von 10 Euro pro Teilnehmer. Neben der Übertragung herkömmlicher Sendungen wird es auch neue Formate geben, zum Beispiel nur wenige Minuten lange Serien (Soaps).

Eine weitere Möglichkeit ist Handy-TV per UMTS, das viele Mobiltelefone bereits heute empfangen können. Diese TV-Vari­ante wird über das UMTS-Mobilfunknetz verbreitet, und zwar nur zu den Handys, die diesen Dienst aktuell anfordern. Wenn zu viele Mobiltelefone gleichzeitig Fernsehprogramme empfangen wollen, kann das zu Störungen führen, da nicht genug Daten übertragen werden können. UMTS-TV kostet je nach Tarif beispielsweise pro Tag 2 Euro oder monatlich 7,50 Euro.

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